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Impfungen in sozialen Brennpunkten – Köln könnte rund 6000 Impfdosen bekommen

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Von: Nina Büchs

Menschen in Chorweiler warten auf dem Liverpooler Platz auf ihre Corona-Impfung.
Die Impfungen in sozialen Brennpunkten könnten auch in Köln bald weitergehen. © Christoph Hardt/Imago

In Köln sollen die Impfungen in den sozialen Brennpunkten möglichst bald weitergehen. Die Stadt hatte bis Dienstag Zeit, der Landesregierung ein Konzept vorzulegen.

Köln – Nachdem in Köln-Chorweiler und in Meschenich Anwohner bereits geimpft wurden, sind die Impfungen in den übrigen sozialen Brennpunkten in Köln derzeit auf Eis gelegt. Und das, obwohl die Inzidenz in Köln aktuell wieder steigt. Bis Dienstag, den 18. Mai, hatte die Stadt Köln – genauso wie 14 andere Kreise und kreisfreie Städte – nun die Möglichkeit, ein Kurzkonzept zu den geplanten Maßnahmen vorzulegen. Insgesamt will das Land Nordrhein-Westfalen diesen Kommunen für die Impfung in sozial benachteiligen Stadtteilen 33.000 Impfdosen von Johnson & Johnson zur Verfügung stellen. Doch darüber hinaus seien weitere Sonderkontingente geplant, sobald weitere Impfdosen zur Verfügung stehen, so das Land.

Köln: Impfungen in sozialen Brennpunkten sollen weitergehen – Stadt legt Konzept vor

„Der Stadt Köln ist am 14. Mai 2021 der fortgeschriebene Erlass zur Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 zugegangen. Die Stadt Köln wie auch weitere Kommunen sind nun aufgefordert bis zum 18. Mai eine konkretisierende Beschreibung der beabsichtigten Impfmaßnahmen vorzulegen. Diese ist Grundlage eine verbindliche Impfstoffzuweisung durch das Land NRW“, so Stadtsprecher Mensing.

Coronavirus: Land verteilt 33.000 Impfdosen für Impfung in benachteiligten Stadtteilen

„Von den avisierten 33.000 Impfstoffdosen sieht die derzeitige planerische Verteilung eine Zuteilung von insgesamt 6.552 Impfstoffdosen an die Stadt Köln vor“, so Mensing weiter. Hiervon seien jedoch die im Rahmen des in Köln gelaufenen Pilotprojektes verwendeten 1.000 Impfstoffdosen abzuziehen. Somit ständen der Stadt Köln planerisch 5.552 Impfstoffdosen für die Schwerpunktimpfungen in vulnerablen Sozialräumen zur Verfügung, erklärt der Stadtsprecher.

Diese Kommunen sollen weitere Impfstoffe für die Impfung in benachteiligten Stadtteilen erhalten:

Coronavirus in Köln: Krisenstab berät über Priorisierung von Impfungen in sozialen Brennpunkten

Derzeit steht der Impfbus still. Doch die Planungen, den Impfbetrieb in den benachteiligten Stadtteilen wieder aufzunehmen sind in vollem Gange. „Im Krisenstab der Stadt Köln wird eine Priorisierung diverser vulnerabler Sozialräume vorgenommen. In dieser Reihenfolge werden sukzessive aufzusuchende Impfangebote unterbreitet“, so Benedikt Mensing gegenüber 24RHEIN.

Bei der Priorisierung stelle der Inzidenzwert jedoch nur einen Faktor der gesamten Bewertung dar. Vielmehr werde in die Beurteilung auch die Wohn- und Sozialsituation der Menschen in den Vierteln betrachtet. Insbesondere seien Impfungen dort wichtig, wo viele Menschen, teilweise mehrere Generationen sowie vulnerable Personengruppen auf engem Raum zusammenleben. Die Stadt will zudem bei den Impfungen in den gefährdeten Stadtteilen vornehmlich mobile Busse bzw. Infrastrukturen einsetzen, um möglichst viele Menschen impfen zu können.

In welchen Stadtteilen die Impfungen nun aber tatsächlich fortgesetzt werden sollen, ist bislang noch nicht klar. „Dies hängt von der tatsächlichen Auslieferung des Impfstoffes durch das Land ab“, so Stadtsprecher Benedikt Mensing. (nb)

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Dieser Artikel wurde am 19. Mai aktualisiert. Neuerung: Bislang ist noch nicht klar, in welchen Stadtteilen die Impfungen fortgesetzt werden.

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