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Köln: Inzidenz-Rekord – weitere Verschärfungen möglich

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Von: Johanna Werning

Ein Schild weist auf die Maskenpflicht in Einkaufszonen und die 2G-Regel im Einzelhandel in Köln hin.
Die Inzidenz in Köln erreicht einen neuen Rekordwert (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Die Inzidenz in Köln erreichte am Montag mit 858,2 einen neuen Rekordwert und klettert weiter. So hoch war der Corona-Wert noch nie. Dadurch sind auch neue Corona-Verschärfungen möglich.

Köln – Die Inzidenz in Köln steigt weiter. Aktuell liegt der offizielle Wert bei 502,5 (Stand: 20. Januar, Quelle: RKI). Doch die Inzidenz ist tatsächlich noch viel höher. „Durch Nachmeldungen muss dieser Wert nachträglich korrigiert werden“, bestätigt Simone Winkelhog, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage von 24RHEIN. Ähnliches ist bereits in den letzten Tagen passiert. Dadurch ergibt sich auch ein neuer Rekordwert für die Kölner Inzidenz. Am Montag, 17. Januar, lag der Inzidenzwert bei 858,2. So hoch war die Inzidenz während der gesamten Pandemie noch nicht.

Köln: Inzidenz erreicht Rekordwert – 85 % der Corona-Ansteckungen nicht nachvollziehbar

Besonders erschreckend: 85 Prozent der Corona-Ansteckungen sind vom Gesundheitsamt der Stadt Köln aktuell nicht nachvollziehbar. „Auch bei einer hohen Infektionszahl bemüht sich das Gesundheitsamt, Cluster festzustellen. Derzeit sind jedoch rund 85 Prozent der Infektionswege unbekannt und können somit kaum oder gar nicht nachverfolgt werden“, so Winkelhog weiter. Aber nicht nur das.

Corona in NRW: Die Inzidenz steigt weiter

Nicht nur in Köln ist die Inzidenz deutlich angestiegen. Die Durchschnittsinzidenz in NRW liegt aktuell bei 627,4 (Stand: 20. Januar). Bonn, Krefeld und Solingen haben dabei sogar einen Inzidenzwert von über 1000.

Köln: Inzidenz erreicht Rekordwert – kommen jetzt weitere Corona-Verschärfungen?

Aber drohen darum nun Corona-Verschärfungen in Köln? „In Abstimmung mit dem Land ist das grundsätzlich möglich“, erklärt Winkelhog. Die Maskenpflicht in der Kölner Fußgängerzone geht bereits auf die Allgemeinverfügung der Stadt zurück.

Außerdem gab es in der Vergangenheit eine verschärfte Ausgangssperre und strengere Gastro-Regeln, die per Allgemeinverfügung festgelegt waren. Aufgrund der nun hohen Inzidenz sind neue Verschärfungen durchaus möglich. Konkrete Pläne sind aber noch nicht bekannt.

Corona in Köln: Inzidenz bei über 800 –Krisenstab tagt am Freitag

Festgelegt werden die unter anderem vom Krisenstab der Stadt Köln. Dieser trifft sich jeden Freitag und entscheidet über das weitere Corona-Vorgehen in Köln. Ob und welche Corona-Verschärfungen aufgrund der hohen Inzidenz nun folgen, dürfte sich somit am 21. Januar entscheiden.

Krisenstab der Stadt Köln

Die erste Sitzung des Krisenstabs fand im März 2020 statt, kurz nachdem die ersten Infizierten in Köln gemeldet wurden. Das Ziel: Die Ansteckungsgefahr in Köln möglichst gering halten. Seit Pandemiebeginn beschäftigt sich das Gremium mit der aktuellen Lage und berät über Maßnahmen in Kampf gegen das Coronavirus.

(jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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