1. 24RHEIN
  2. Köln

Köln: Unbekannte beschmieren Auto von Karl Lauterbach (SPD) mit Farbe

Erstellt: Aktualisiert:

Das Auto des SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach steht in der Innenstadt Kölns.
Auf das Auto von Karl Lauterbach (SPD) haben Unbekannte am Freitag einen Farbanschlag verübt. © Henning Kaiser/dpa

In Köln haben Unbekannte das Auto des SPD-Gesundheitspolitikers Karl Lauterbach mit Farbe beschmiert. Politiker verurteilten den Vorfall als Angriff auf die Demokratie.

Köln – Auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach ist am Freitagabend in Köln ein Farbanschlag verübt worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Einer Nachbarin sei das verschmierte Auto aufgefallen. Sie habe gegen 22.40 Uhr die Polizei verständigt, teilte die Polizei mit.

Köln: Unbekannte überschütten Auto von Karl Lauterbach (SPD) mit Farbe

Die Unbekannten hätten einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren, schrieb Lauterbach bei Twitter. „Aber wir werden nie aufgeben“, heißt es in seiner Mitteilung.

Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus. So sprach er sich vor Kurzem gegen einen „letzten harten Lockdown“ aus, zudem kritisierte er, dass die Corona-Notbremse nicht ausreichen würde.

Die Polizei habe dem SPD-Politiker Präventionshinweise gegeben und habe die „Intensität der polizeilichen Maßnahmen erhöht“, hieß es in einer Mitteilung. „Wir haben da jetzt verstärkt ein Auge drauf“, sagte ein Sprecher. Details wollte er dazu nicht nennen.

Köln: Politiker zeigen sich solidarisch – „feier Versuch der Einschüchterung“

Politiker verschiedener Parteien zeigten sich solidarisch. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch schrieb auf Twitter an Lauterbach gerichtet, er wisse: „Du wirst dich nicht einschüchtern lassen.“ Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach von einem feigen Versuch der Einschüchterung. „Solche Angriffe sind Angriffe auf unsere Demokratie.“ Auch FDP-Chef Christian Lindner verurteilte den Vorfall. Man könne unterschiedlicher Meinung sein, davon lebe die Demokratie, schrieb er auf Twitter. „Aber Gewalt oder Einschüchterung haben in der politischen Auseinandersetzung nichts verloren. Karl Lauterbach und ich streiten gerne - hier hat er meine volle Solidarität.“ (nb mit dpa)

Auch interessant