Katholische Kirche

Köln: Welle an Kirchenaustritten reißt nicht ab – neue Termine sofort wieder ausgebucht

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Plastik des Künstlers Jacques Tilly, steht am Tag vor der Veröffentlichung (17. März) des neuen Missbrauchsgutachtens im Erzbistum Köln zum Protest vor dem Kölner Dom.

Kaum waren die Termine der Stadt Köln für Kirchenaustritte im Juni online, waren sie auch schon wieder weg. Die Austrittswelle reißt nicht ab.

Köln – In Köln wollen nach wie vor außergewöhnlich viele Menschen aus der Kirche austreten. Nachdem wochenlang gar kein Termin mehr zu bekommen gewesen war, wurden am Donnerstag zum 1. April die Online-Termine für den Monat Juni freigeschaltet.

Kirchenaustritte in Köln: Termine für Juni in kürzester Zeit ausgebucht

„Um kurz nach neun Uhr waren alle Termine ausgebucht“, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Es handele sich um rund 1500 Termine. Wer jetzt keinen Termin bekommen hat, muss bis zum 1. Mai warten: Dann werden die Juli-Termine angeboten.

Zuvor waren in Köln auch die Austrittstermine für den Mai ruckzuck vergeben.

Missbrauchsvorwürfe in Katholischer Kirche: Gutachten verursacht Aufregung

Im vergangenen Monat hatte die Veröffentlichung eines Gutachtens zum Umgang von Kölner Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester Aufsehen erregt.

Die Gutachter hatten unter anderem dem früheren Kölner Kardinal Joachim Meisner (1933-2017) und dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße Pflichtverletzungen vorgeworfen.

Heße bat den Papst daraufhin um seine Entlassung. Papst Franziskus hat dem Hamburger Erzbischof daraufhin eine „Auszeit“ gewährt. (dpa/lys)

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