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Köln: Warum die Kirchenglocken heute länger läuten

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Von: Johanna Werning

Ein Jahr ist seit der Hochwasser-Katastrophe vergangen. Am Donnerstag, 14. Juli, läuten die Kirchenglocken in Köln in Erinnerung an die Flutopfer.

Köln – Ein Jahr ist seit den schrecklichen Bildern vom Hochwasser in Ahrweiler, Erftstadt und dem Rhein-Sieg-Kreis vergangen. Zahlreiche Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz wurden am 14. und 15. Juli überflutet. Ganze Dörfer und Landstriche wurden zerstört. 184 Menschen sind bei der Flutkatastrophe gestorben. Nun – ein Jahr später – läuten in Köln die Kirchenglocken, um an die Flutopfer zu erinnern.

Hochwasser-Katastrophe 2021: Kölner Dom erinnert an Flutopfer

Links: Der Kölner Dom. Rechts: Der vom Hochwasser völlig zerstörte Ort Mayschoß ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz.
Am Donnerstagabend läuten die Kirchenglocken des Kölner Doms für die Flutopfer (IDZRW-Montage) © Chris Emil Janßen/Imago & Reichwein/Imago

„Es liegt an uns allen, die Betroffenen der Flutkatastrophe weiterhin nicht aus den Gedanken und dem Blick zu verlieren, uns weiter zu engagieren“, sagt der Kölner Generalvikar Guido Assmann. Darum läuten am Donnerstagabend, 14. Juli, die Kirchenglocken des Kölner Doms und weiterer Kirchen länger als üblich. Das Läuten soll zum Gebet für die Betroffenen der Flut einladen und ein „bedeutendes symbolisches Zeichen der Solidarität“ bilden, erklärt Assmann.

Nicht nur in Köln soll so an die Flutopfer gedacht werden. Auch in den anderen Erzbistümern in NRWAachen, Essen, Münster und Paderborn – ist das Glockenläuten für Donnerstagabend geplant. Zusätzlich überträgt Domradio.de im Web-TV ab 17:30 Uhr den Gedenkgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Euskirchen. An dem Gottesdienst nimmt neben NRW-Minister Hendrik Wüst auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil.

Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz – das ist bei der Flutkatastrophe passiert

► Am 14. und 15. Juli 2021 kam es nach einem Unwetter mit Starkregen zu mehreren Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz.

► Besonders dramatisch war die Lage im Rhein-Erft-Stadt. Durch Überflutungen sind in Erftstadt-Blessem ganze Häuser eingestürzt. Zeitweise wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

► Auch das Ahrtal (Rheinland-Pfalz) kämpfte mit Überschwemmungen. Allein an der Ahr starben mindestens 133 Menschen. Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser im Ahrtal laufen noch heute.

Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz: Flutschäden noch immer präsent

Auch ein Jahr nach der Flut sind Gebäude und Infrastruktur zum Teil noch immer schwer beschädigt. Vom Hochwasser betroffen waren zum Beispiel die A1, A61 und die A553. Die Hochwasser-Schäden auf der A61 führen noch heute für Sperrungen. Laut Autobahn GmbH laufen die Sanierungsarbeiten der A61 noch bis Dezember 2022. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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