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Klinikverbund in Köln als „Leuchtturmstandort der Medizin“

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Von: Nina Büchs

Der Schriftzug „Universitätskliniken“ an der Uni-Klinik in Köln.
Die Uniklinik Köln hat gemeinsam mit den Kliniken der Stadt Köln und der Stadt ein Konzept zu einem Klinikverband vorgelegt. © imago images / Eduard Bopp

Die Stadt Köln hat mit den Kliniken der Stadt Köln und der Uniklinik ein Konzept für einen Klinikverbund ausgearbeitet. Damit stünde auch mehr Geld für Studien zur Verfügung.

Köln – Die Kliniken der Stadt Köln und die Uniklinik wollen sich zu einem Klinikverbund zusammenschließen. Wie die Stadt Köln ankündigte, sei der Verbund ein „Quantensprung für eine leistungsfähigere Gesundheitsversorgung“. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobte das Konzept. „Mit dem Klinikverbund besteht in Köln die einmalige Chance, die notwendigen Lehren aus der Pandemie schnell zu ziehen“, so Reker.

Köln: Klinikverbund als Leuchtturmstandort der Medizin – 58,7 Millionen Euro für klinische Studien pro Jahr

„Die Stadt Köln, die Klinken der Stadt Köln und die Uniklinik Köln haben ein detailliertes Konzept für den Klinikverbund ausgearbeitet, verhandelt und dem Land Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung vorgeschlagen“, so die Stadt am Dienstag. Mit dem Verbund stehen den Kliniken dann künftig auch mehr Mittel zur Verfügung, so die Stadt.

So habe der Verbund ein jährliches Synergiepotential von 42,7 Millionen Euro, das stetig anwächst und am Ende des untersuchten 5-Jahres-Zeitraums in voller Höhe realisiert wird. Die daraus gewonnenen Mittel stehen für die Aufgabe der Krankenversorgung in Köln und der Region nachhaltig zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung. „Im Drittmittelbereich besteht das Potenzial, bis zum Ende des analysierten 5-Jahres-Zeitraums zusätzlich bis zu 58,7 Millionen Euro jährlich für klinische Studien anzuziehen.“

Damit sei der Klinikverbund ein Quantensprung für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung der Patienten und Patientinnen in Köln und der Region. Zudem könne die Stadt damit zu einem nationalen Leuchtturmstandort der Medizin und Gesundheitswirtschaft werden.

Konzept zum Klinikverbund Köln: Ist der Fachkräftemangel dann schon bald Geschichte?

Aber auch im Personalbereich soll der Klinikverbund einige Vorteile mit sich bringen. „Der Klinikverbund sichert die vorhandenen Arbeitsplätze, die Vergütung und die Altersversorgung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kliniken der Stadt Köln. Der Fachkräftebedarf für pflegerisches Personal soll durch Errichtung eines hochmodernen Ausbildungs-, Fachweiterbildungs- und Studienzentrums für 2.300 Menschen mit einem attraktiven Ausbildungskonzept nachhaltig gedeckt werden“, heißt es.

Kölns OB Reker: „Damit können notwendigen Lehren aus der Pandemie schnell gezogen werden“

Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker äußerte sich zum vorgelegten Konzept. „In der Pandemie ist die existenzielle Bedeutung der Gesundheitsversorgung für uns alle greifbar geworden. Unser Dank und unsere Anerkennung gilt derzeit in besonderem Maße den vielen Menschen im Gesundheitswesen, die an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit Dienst an der Gesellschaft tun. Dankbar müssen wir auch den Forschern und Forscherinnen sein, die in nie da gewesener Geschwindigkeit Impfstoffe entwickelt haben, die uns das baldige Ende der Pandemie versprechen“, so Reker.

Die Aufgabe der Politik sei es nach der Pandemie, die öffentlichen Strukturen der Gesundheitsversorgung und der Lebenswissenschaften fit für die Zukunft zu machen. Dazu sagte Reker: „Wir brauchen ein zukunftsgerechtes öffentliches Gesundheitswesen. Mit dem Klinikverbund besteht in Köln die einmalige Chance, die notwendigen Lehren aus der Pandemie schnell zu ziehen.“  (nb)

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