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Über zwei Kilo Kokain in Joghurtbechern versteckt: Portugiesin beim Schmuggeln ertappt

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Von: Oliver Schmitz

Ein Himbeerjoghurt von oben.
Das Kokain war in Joghurtbechern versteckt. © imago images/Rainer Unkel

In Köln wurde eine Portugiesin wegen Drogenschmuggels verurteilt. Die 36-Jährige hatte versucht Kokain in Joghurtbechern nach Stuttgart zu bringen.

Köln – Eine 36-jährige Frau aus Portugal wurde vom Landgericht Köln wegen Drogenschmuggels zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Verurteilte hatte Ende Juli versucht ganze 2,2 Kilogramm Kokain in Joghurtbechern zu verstecken und per Zug nach Stuttgart zu bringen. Bei einer Polizeikontrolle am Kölner Hauptbahnhof wurde sie dann aber kontrolliert und im Anschluss festgenommen.

Kokain-Schmugglerin: Frau selbst drogensüchtig – verlockendes Angebot bringt sie ins Kuriergeschäft

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, offenbarte die zweifache Mutter im Gerichtsprozess ihre eigene Drogensucht. Sie sei seit vielen Jahren bereits heroinabhängig. Während ihr älteres Kind beim Vater lebt, wurde der Portugiesin ihre einjährige Tochter direkt nach der Geburt aufgrund einer Drogenvergiftung abgenommen.

Die Verurteilte wurde dann irgendwann angesprochen, ob sie nicht für einen Lohn von 1200 Euro eine Drogen-Kurierfahrt machen wolle. Dem stimmte sie offensichtlich zu, so dass sie zuerst aus dem portugiesischen Faro nach Amsterdam flog. Am vereinbarten Treffpunkt vor einem Hotel traf die 36-Jährige dann ihre beiden Komplizen, die sie an den abgemachten Erkennungszeichen ausmachte: McDonald’s-Cheeseburger und Marlboro-Zigaretten.

Von den beiden Mittätern wurde die Frau dann schließlich mit einer Lidl-Gefriertüte ausgestattet. In dieser befanden sich neben Schokolade und Croissants die ominösen Joghurtbecher, die zuvor sauber und randvoll mit Kokain befüllt wurden. Damit setzte sich die Verurteilte schließlich in den Zug Richtung Stuttgart. Doch bei einem Zwischenstopp in Köln stiegen dann die Polizeibeamten hinzu und erwischten die zweifache Mutter mit dem Kokain. Seit dem saß die Frau in Untersuchungshaft.

Portugiesin: Geständnis wirkte strafmildernd – doch ihre Ehrlichkeit verhinderte ein noch geringeres Urteil

Vor Gericht gestand die 36-Jährige schließlich alles und erzählte die ganze Geschichte bis ins Detail. Aufgrund des Kokains wurde sie dann zu viereinhalb Jahren Gefängnisstrafe verurteilt – ein milderes Urteil war aufgrund der schieren Menge der Droge gar nicht möglich. Während ihr das Geständnis einerseits bei der Strafminderung half, wurde ihr die Ehrlichkeit an anderer Stelle doch zum Verhängnis. So hatte die zweifache Mutter zuvor behauptet, sie hätte gedacht, dass sich in der Einkaufstüte Marihuana befände. Wäre sie dabei geblieben, hätte die Strafe tatsächlich geringer ausfallen können – doch das hätte sie wohl nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. (os)

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