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Corona-Krisenstab der Stadt Köln: Sitzungen, Mitglieder und Aufgaben

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Von: Nina Büchs

Einige Mitglieder des Corona-Krisenstabs sprechen in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Köln.
Henriette Reker, Andrea Blome, Dr. Christian Miller und Alexander Vogel sprechen in einer Pressekonferenz über aktuelle Entscheidungen des Krisenstabs. © Political Moments/Imago

Der Krisenstab der Stadt Köln behält die aktuelle Corona-Lage und das Infektionsgeschehen in der Domstadt im Blick. Welche Aufgaben hat das Gremium?

Köln – Seit Beginn 2020 hat sich das Coronavirus auch in Köln verbreitet und noch immer wirkt sich das Virus auf das Leben der Menschen in der Domstadt aus. Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, beschäftigt sich der Kölner Krisenstab deshalb immer wieder mit der aktuellen Lage und berät über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Wer ist Mitglied des Corona-Krisenstabs und welche Aufgaben hat das Gremium?

Köln: Krisenstab der Stadt Köln – so setzt sich das Gremium zusammen

Insgesamt setzt sich der Krisenstab aus zahlreichen Mitgliedern aus verschiedenen Dezernaten und städtischen Ämtern zusammen. In den Sitzungen des Krisenstabs nimmt jeweils ein Mitarbeiter des entsprechenden Amtes oder Dezernats teil, so Stadtsprecher Benedikt Mensing.

Diese Dezernate und Ämter sind an den Sitzungen des Krisenstabs beteiligt:

Geleitet wird der Corona-Krisenstab seit dem ersten Quartal 2021 von Andrea Blome. Zuvor übte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker dieses Amt aus. Blome wurde in diesem Jahr außerdem zur neuen Stadtdirektorin benannt.

Zu den Mitgliedern des Krisenstabs gehören außerdem auch Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr und Dr. Johannes Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamts. Beide berichten auch bei den Pressekonferenzen des Krisenstabs über die aktuelle Lage. So spricht zum Beispiel Dr. Christian Miller über die operativ-taktische Lage und die Situation auf den Kölner Intensivstationen. Dr. Johannes Nießen gibt dagegen Einblicke in das lokale Infektionsgeschehen, die aktuelle Reproduktionszahl und die Verbreitung der Virus-Mutationen im Stadtgebiet Köln.

Darüber hinaus sind auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), die Stadtwerke Köln und die Landespolizei bei den Sitzungen des Krisenstabs zugegen. Je nach Bedarf können weitere Sitzungsteilnehmende hinzukommen. Die Sitzungen des Krisenstabs sind zudem situationsabhängig – derzeit finden sie zweimal wöchentlich statt, so ein Stadtsprecher.

Köln: Corona-Krisenstab hat bereits über 100 Sitzungen abgehalten

Die aktuelle Corona-Lage erfordert einen häufigen Austausch. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Krisenstab seit Beginn der Pandemie bereits über 100-mal getroffen hat, um über die Corona-Lage, beziehungsweise das weitere Vorgehen, zu diskutieren.

Die erste Sitzung des Krisenstabs fand im März 2020 statt, kurz nachdem die ersten Infizierten in Köln gemeldet wurden. Zudem hat die Stadt von Pandemiebeginn bis Ende 2020 insgesamt 58 Allgemeinverfügungen erlassen (Stand: Mitte Mai).

Maskenpflicht, Ausgangssperre, Impfungen in Sozialräumen – Das hat der Kölner Krisenstab bereits beschlossen

Bislang hat der Krisenstab schon so einige Regelungen und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Kraft gesetzt. Besonders angespannt war die Lage während der dritten Corona-Welle. Die Inzidenz lag dabei zwischenzeitlich bei über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Angesichts der steigenden Infektionen beschloss der Krisenstab deshalb unter anderem erstmalig in der Pandemie die Einführung von Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr morgens. Zudem hat der Krisenstab auch eine Maskenpflicht in einigen Parks und Grünflächen eingeführt, bestimmte Bereiche, wie den Rheinboulevard gesperrt und eine Terminpflicht für Friseurbesuche erlassen. (nb)

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