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Köln: Viele neue KVB-Anzeigetafeln funktionieren nicht - der Grund ist kompliziert

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Von: Lea Creutzfeldt

Eine Fahrgastinformationsanzeiger ohne Inhalt an der KVB Haltestelle Ebertplatz in Köln.
An vielen KVB-Haltestellen in Köln findet man zurzeit Anzeigetafeln ohne Inhalt vor, so wie hier am Ebertplatz. © 24RHEIN

Rund 450 neue KVB-Anzeigetafeln werden momentan in Köln angebracht. Sie sollen Verbesserungen mit sich bringen – doch sie funktionieren nicht immer.

Köln – Mehr Zeilen, farbige Darstellung, Echtzeitinformationen und sogar Bild- und Videoübertragungen versprechen die Kölner Verkehrs-Betriebe ihren Kunden. Dafür wurden in den vergangenen Monaten viele Informationsanzeiger ausgetauscht und neu montiert. Insgesamt soll das komplette KVB-Stadtbahnnetz mit rund 450 neuen, digitalen Anzeigetafeln ausgerüstet werden. Doch das Ergebnis der Aktion sorgt auch für Frustration bei den Fahrgästen. An einigen Haltestellen in Köln trifft man momentan auf leere Bildschirme.

Köln: Leere Anzeigetafeln an den KVB-Haltestellen – woran liegt es?

Laut KVB Technik-Vorstand Jörn Schwarze gibt es mehrere Gründe, warum die neuen Informationsanzeiger vielerorts noch nicht funktionieren. „Bei der Anbringung und Installation der ‚Digitalen Fahrgastanzeiger‘ haben wir es mit einer ganzen Anzahl von Problemen zu tun bekommen, die so im Vorwege nicht absehbar waren“, sagt Schwarze. So seien manche Teile, die zur Fertigstellung benötigt werden, momentan nicht lieferbar. Auch gebe es nicht ausreichend Personal.

Doch das ist noch nicht alles. „Die elektrische Ausstattung an den Haltestellen macht uns zu schaffen, die in einigen Fällen schon 30 bis 40 Jahre alt ist“, sagt Schwarze. Es werde alles daran gesetzt, die Monitore so schnell wie möglich anzubringen. Bis alle neuen Anzeiger angebracht und in Betrieb genommen sind, könne es noch bis Ende des Jahres dauern.

KVB Köln: Neue Funktionen der Anzeigetafeln lassen auf sich warten

Mit den neuen Anzeigetafeln möchte die KVB ihren Kunden mehr Informationen bieten. Die Anzeigetafeln sollen den Fahrgästen zukünftig folgende Auskünfte bereitstellen:

Das Problem dabei ist, dass die entsprechenden Datendrehscheiben und Hintergrundsysteme für diese Informationen noch nicht verfügbar sind. Die benötigten IT-Strukturen werden zurzeit noch entwickelt. Bis man die neuen Funktionen nutzen kann, werden wohl noch mindestens drei Jahre vergehen. Solange werden auf den neuen Anzeigetafeln, wenn sie denn funktionieren, dieselben Informationen wie auf den alten Anzeigern zu sehen sein.

KVB-Rad als Alternative zur Straßenbahn

Wer nicht so lange auf funktionierende Anzeigetafeln warten möchte, könnte in der Zwischenzeit eines der 3.000 neuen Leihräder der KVB nutzen. Jeder, der eine VRS-Chipkarte hat oder an einer Kölner Hochschule studiert, kann das KVB-Rad innerhalb der Rückgabe-Zone 30 Minuten pro Fahrt kostenlos nutzen. Alle anderen zahlen 1 Euro pro 15 Minuten. (lc) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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