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KVB: Schäl Sick-Verbot für Leihräder – zu viel Vandalismus

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Von: Mick Oberbusch

KVB-Leihfahrräder in Köln
KVB-Fahrräder werden immer häufiger Ziel von Vandalismus – weshalb das Verkehrsunternehmen nun reagiert. © Christoph Hardt/Imago

Wegen des anhaltenden Vandalismus beschränkt die KVB den Service ihrer beliebten Leih-Fahrräder. Diese sind ab sofort nicht mehr rechtsrheinisch nutzbar.

Update vom 25. März, 18:22 Uhr: Paukenschlag für viele Nutzer der KVB-Leihräder: Der Verkehrsbetrieb hat den Service für die beliebten Bikes auf der rechtsrheinsichen Seite von Köln komplett eingestellt. „Der Vandalismus an unseren Rädern hat ein kritisches Level erreicht und wir müssen erkennen, dass die öffentliche Sicherheit für unsere Räder nicht mehr gegeben ist“, teilte der Rad-Betreiber nextbike auf Twitter mit.

Damit ist das Abstellen der KVB-Räder in den Stadtbezirken Mülheim, Kalk, Porz und teilweise Innenstadt (wie Deutz) ab sofort nicht mehr möglich. Dabei handelt es sich um eine „vorübergehende“ Maßnahme. Über die genaue Dauer ist aktuell nichts bekannt. „Es tut uns leid, dass wir diesen Schritt gehen müssen“, heißt es weiter. Man wisse, um die Einschränkungen, die man einigen Nutzern damit zumuten würde.

KVB-Räder werden gezielt beschädigt – das hat jetzt Folgen

Erstmeldung vom 24. März: Köln – Temperaturen rund um die 20 Grad, kaum Regen und Sonne satt – mit der Frühlings- wird in Köln aktuell auch die Fahrrad-Saison wieder eingeläutet. Nachdem sie im Winter vielerorts in Garagen, Kellern oder auf Abstellflächen „verschwinden“, werden die Drahtesel pünktlich zum Frühlingsstart in der Regel wieder herausgeholt – und wer kein eigenes Fahrrad besitzt, greift in Köln liebend gerne auch auf KVB-Leihräder zurück. Erst im April vergangenen Jahres hatte die Stadt 3.000 neue Räder bestellt. Doch nun gibt es ein Problem, wodurch Leihrad-Kunden in den kommenden Wochen und Monaten vermehrt in die Röhre schauen werden.

KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe)
Gründung1950
VorstandStefanie Haaks, Jörn Schwarze, Thomas Schaffer, Peter Densborn
Mitarbeiter3392 + 158 Auszubildende (31. Dezember 2017)
Buslinien62
Stadtbahnlinien12
Haltestellen736 Bus-, 235 Stadtbahn-Haltestellen

Köln: Über 500 Vandalismus-Fälle an KVB-Rädern – Bediengebiet und Anzahl wird eingeschränkt

Denn: Aufgrund von Vandalismus-Vorfällen schränkt die KVB das Bediengebiet für die Räder ein und stellt allgemein auch weniger zur Verfügung, wie das Unternehmen mit Sitz in Köln selbst erklärt. „Die KVB und ihr Partner nextbike verzeichnen einen starken Anstieg von gezieltem Vandalismus an KVB-Rädern. Innerhalb weniger Tage wurden bis gestern bei über 500 KVB-Rädern die Schlösser zerstört. Die Flotte umfasst insgesamt 3.000 Leihräder. Deshalb muss nun vorübergehend das Bediengebiet des Leihradangebotes eingeschränkt werden“, heißt es – was bei Kölnerinnen und Kölnern, die die Räder tatsächlich rein zur Fortbewegung nutzen und diese danach wieder ordnungsgemäß abstellen, natürlich für Wut sorgen dürfte.

KVB-Räder in Köln beschädigt – Verkehrsbetriebe bitten Kölnerinnen und Kölner um Hilfe

Dennoch sei die Maßnahme seitens der Verkehrsbetriebe „leider erforderlich, um öffentliches Eigentum zu schützen und den Ursachen dieses wachsenden Problems entgegenzuwirken“, so die KVB weiter. Damit dies gelingt, ist man auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung angwiesen. „KVB und nextbike bitten die Nutzerinnen und Nutzer um Mitwirkung. Wer Zeuge von Vandalismus wird, sollte die Polizei rufen. Beschädigte KVB-Räder können fotografiert und zusammen mit der Radnummer und dem Standort an die E-Mail-Adresse lostandfound@nextbike.com mit dem Betreff „Köln Vandalismus“ gemeldet werden.“ A propos KVB: Am kommenden Samstag (26. März) kann in ganz Köln kostenfrei KVB-Bus und -Bahn gefahren werden. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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