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Köln: Bald mehr Platz in KVB-Bahnen – alle Infos zum großen Bauvorhaben

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Von: Mick Oberbusch

KVB-Linie 13:  Eine Hochflur-Stadtbahn Serie 5100 auf der Gürtelstrecke in Köln
Auch auf der Strecke der KVB-Linie 13 soll künftig mehr Kapazität für Fahrgäste geschaffen werden. © Christoph Seelbach / KVB

Künftig soll es in den Bahnen der KVB-Linien 4, 13 und 18 in Köln mehr Platz geben. Erste Baumaßnahmen für dieses Unterfangen starten bereits 2022.

Köln – Jede Kölnerin und jeder Kölner kennt das Problem: Möchte man zu den Hauptverkehrszeiten mit einer Bahn der KVB fahren, muss man sich meist auf ziemlich überfüllte Wagons einstellen. Dicht an dicht stehen dort Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit, Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in den Unterricht, Touristen mit dem Ziel Innenstadt. Besonders davon betroffen sind die KVB-Linien, die das Zentrum von Köln durchqueren, beispielsweise die Linien 4, 13 und 18. „In den zurückliegenden Jahren sind die Fahrgastzahlen dieser Linien stark angestiegen. In der Folge übersteigt die Nachfrage der Kundinnen und Kunden, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten auf größeren Streckenabschnitten die derzeitigen Kapazitäten“, erklären die Verkehrsbetriebe selbst.

Köln: KVB baut Bahnen und Haltestellen um – folgende Linien sind betroffen

Um diesem Problem Rechnung zu tragen, hat die Stadt angekündigt, die Kapazitäten für die angesprochenen Linien zu erweitern. So wird das Fahrzeugkonzept auf diesen Strecken geändert, künftig sollen dort 70 Meter lange Stadtbahnen fahren, um mehr Platz in der Bahn zu gewährleisten. Doch damit ist es noch nicht getan: Auch einige Bahnsteige werden auf eine Länge von 60 Metern ausgebaut, um mehr Platz während Wartezeiten zu schaffen. „Damit kann gegenüber den heute eingesetzten Fahrzeugen die Kapazität um rund 20 Prozent erhöht werden“, so die KVB.

Bei den fünf Haltestellen, die im Rahmen des neuen Konzeptes umgebaut werden müssen, handelt es sich um die Haltestellen Aachener Straße/Gürtel, Wüllnerstraße, Dürener Straße/Gürtel, Im Weidenbruch und Mülheim/Berliner Straße. Zudem müssten hier auch Zugangswege, Gleisquerungen und Fahrbahnquerungen umgerüstet werden, auch an den Lichtsignalanlagen wird eine Anpassung vorgenommen. Mit dem Umbau dieser Bahnsteige soll Anfang 2022 begonnen werden.

KVB erweitert Kapazität der Linien 4, 13 und 18 – und baut dafür zuerst diese Haltestellen um

Bis 2026 sollen dann noch zwölf weitere Umbaumaßnahmen an weiteren Haltestellen der Linien 4, 13 und 18 stattfinden. Im Anschluss soll die schrittweise Umstellung auf das neue Fahrkonzept erfolgen. Nötig wird dies, weil der Fahrplan laut KVB nicht noch weiter verdichtet werden kann und Ausweichmöglichkeiten für Menschen, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, geschaffen werden. Das gesamte Projekt soll rund 13 Millionen Euro kosten, finanziert wird es zu 90 Prozent mit Fördermitteln.

Es ist nicht das einzige, große KVB-Projekt der nächsten Jahre: Durch eine geplante Verlängerung der KVB-Linie 1 und der Linie 4 könnten diese Verbindungen bald von Köln bis nach Bergheim fahren. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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