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Köln: Neuer Netzplan für die Stadtbahnen der KVB – so sieht er aus

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Von: Nina Büchs

Ein Liniennetzplatz zeigt die Strecken der KVB-Stadtbahnen in Köln.
Der neue Liniennetzplan für die Stadtbahnen der KVB in Köln gilt ab 12. Dezember. © KVB/Die Informationsdesigner/Benedikt Schmitz

Die Stadtbahnen der KVB bekommen einen neuen Netzplan. Der neue Liniennetzplan für Köln gilt ab dem 12. Dezember.

Update vom 6. Dezember: Köln bekommt einen KVB-Netzplan. Ab 12. Dezember gibt es den neuen Liniennetzplatz für die Stadtbahnen. Damit wird aus die Idee des Studenten Benedikt Schmitz Realität – und das schon in wenigen Tagen. Umgesetzt wurde der Entwurf nun von der Agentur „Die Informationsdesigner“, die auch den bisherigen KVB-Plan gestaltet haben. Die Umstellung des Liniennetzplans ist das Ergebnis von 2000 Rückmeldungen, die Kundinnen und Kunden der KVB zum Plan-Entwurf von Benedikt Schmitz gaben. Die Verkehrsbetriebe hatten dazu den neugestalteten Liniennetzplan des Studenten der International School of Design als Plakat am Ebertplatz präsentiert.

Erstmeldung vom 11. Juni 2021

Köln – Vor drei Jahren hat der ehemalige Design-Student Benedikt Schmitz (31) für sein Bachelor-Projekt einen neuen KVB-Netzplan entworfen. Damals war er auch mit der KVB im Gespräch, die sich interessiert zeigte. Dennoch hatte Unternehmenssprecher der KVB, Matthias Pesch, noch im April gegenüber 24RHEIN gesagt, dass es zu diesem Zeitpunkt keine Pläne gäbe, den Liniennetzplan zu verändern. Zwei Monate später hat sich das Blatt nun offenbar gewendet. Denn auch die Politik fand am Entwurf des Designers aus Köln Gefallen. Einige Parteien haben sich nun dazu entschieden, die Umsetzung des Entwurfes voranzutreiben.

Köln: Ehemaliger Student entwirft neuen KVB-Netzplan – Kölner Parteien fordern Umsetzung

Die Fraktionen der Grünen, der CDU, der FDP und die Volt-Fraktion haben an den Verkehrsausschuss einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Darin forderten die Parteien die Erstellung eines „übersichtlicheren, auf konzentrischen Kreisen aufbauenden Liniennetzplanes des Kölner Nahverkehrsschienennetzes“.

Der alte Netzplan der KVB für die Stadtbahnen in Köln.
So sieht der bisherige Liniennetzplan der KVB aus – ab 12. Dezember gibt es einen neuen. © KVB

In der Begründung hieß es dazu: „Das Kölner Straßennetz ist meist von konzentrischen Ring- und Radialstraßen geprägt. Viele dieser Straßen werden durch Linien der KVB bedient. Daher bietet es sich an, in Liniennetzplänen diese Systematik für mehr Übersichtlichkeit aufzugreifen. Mit einem Netzplan, wie ihn der Designer Benedikt Schmitz für Köln entworfen hat, wird dieser Maßgabe Folge geleistet.“ Auch die Kölnerinnen und Kölner würden sich eine solch klare Netzinformation wünschen, wie eine Umfrage der KVB vor Ostern ergaben habe.

Benedikt Schmitz über seinen Entwurf: Das unterscheidet den neuen vom alten Netzplan

Wie Benedikt Schmitz 24RHEIN in einem Interview erklärte, ist der bisherige KVB-Plan in einem 45-Grad-Winkel dargestellt. „Diese Darstellung geht auf einen Londoner Entwurf aus den 1940er Jahren zurück. Für London mag das passen, doch Köln ist etwas anders aufgebaut“, so Schmitz. Denn ihn persönlich erinnere die Stadt von ihrem Aufbau und den Kölner Ringen eher an eine Art Spinnennetz. Diesen Aufbau spiegelt sein Entwurf wieder (siehe Grafik oben).

KVB: Design-Student aus Köln entwirft Netzplan – bis Dezember soll der neue Plan stehen

Benedikt Schmitz neben seinem Entwurf am Ebertplatz.
Benedikt Schmitz (31) steht neben seinem Entwurf zum Liniennetzplan der KVB, der am Ebertplatz aushängt wurde. Das Foto wurde im April aufgenommen. © Sebastian Miller

Und was sagt die KVB nun zu dem Antrag der Kölner Parteien? „Wir arbeiten bereits an der Umsetzung der Idee und wollen den Liniennetzplan zum Fahrplanwechsel im Dezember einführen“, so Unternehmenssprecher Matthias Pesch auf Anfrage von 24RHEIN. Ziel sei es allerdings, mit dem Verkehrsbund Rhein-Sieg (VRS) eine verbundweite Lösung zu erarbeiten. „Würden wir den Plan nur für das Kölner Stadtbahnnetz einführen, gäbe es in den Fahrzeugen und an den Haltestellen zwei unterschiedliche Liniennetzpläne. Das wäre aus unserer Sicht nicht besonders kundenfreundlich. Deshalb sind wir mit dem VRS im Gespräch über eine einheitliche Lösung“, so Pesch. (nb)

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