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KVB-Räder wegen Video zerstört – jetzt sind sie zurück

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Von: Mick Oberbusch

Der Rheinboulevard in Köln-Deutz bei Sonnenschein, im Vordergrund ein freigestelltes KVB-Fahrrad.
Auch im rechtsrheinischen Köln können nun wieder KVB-Leihräder genutzt werden (IDZRW-Montage). © Jochen Tack/Imago & Future Image/Imago

Nach diversen Vandalismus-Vorfälle verschwanden die KVB-Räder aus einigen Kölner Stadtteilen. Jetzt sind die Räder rechtsrheinisch wieder im Einsatz.

Köln – Besonders für rechtsrheinische Nutzerinnen und Nutzer von KVB-Leihrädern gab es Ende März einen echten Paukenschlag. Wie das Unternehmen „nextbike“, welches die KVB-Räder in Köln betreibt, gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben erklärte, wurde der Leihrad-Service auf der rechten Rheinseite komplett eingestellt. Der Grund: Zunehmende Beschädigung der Fortbewegungsmittel durch Kölnerinnen und Kölner. „Der Vandalismus an unseren Rädern hat ein kritisches Level erreicht und wir müssen erkennen, dass die öffentliche Sicherheit für unsere Räder nicht mehr gegeben ist“, hieß es in einer Mitteilung.

KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe)
Gründung1950
VorstandStefanie Haaks, Jörn Schwarze, Thomas Schaffer, Peter Densborn
Mitarbeiter3392 + 158 Auszubildende (31. Dezember 2017)
Buslinien62
Stadtbahnlinien12
Haltestellen736 Bus-, 235 Stadtbahn-Haltestellen

KVB-Leihräder zurück auf Straßen in Köln – 850 statt 3000 Fahrräder aktuell im Einsatz

Im Verkehrsausschuss der Stadt Köln vom 17. Mai gab es dann jedoch für alle Kölnerinnen und Kölner, die die KVB-Räder gerne nutzen, eine freudige Nachricht – sie kehren auf die Kölner Straßen zurück. Zwar statt wie bislang zwar „nur“ 850 Räder und nicht 3000 wie vor den Vandalismus-Vorfällen, dennoch sind die Transportmittel bei aktuell tollem Wetter bereits wieder sehr gefragt. 4000 Ausleihen habe man seit dem Entschluss, die Räder wieder zur Verfügung zu stellen, bereits wieder registriert.

Köln: Über 1800 KVB-Räder beschädigt – Grund ist ein TikTok-Video

Infolge eines TikTok-Trends, der zur Zerstörung dieser KVB-Räder aufgerufen hatte, waren diese aus dem Kölner Stadtgebiet verschwunden. „Wir sind wieder auf einem guten Weg“, sagte Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der Kölner Verkehrsbetriebe. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die alten Schlösser der Räder ausgetauscht und durch neue, sicherere Abschließ-Vorrichtungen ersetzt worden sind. Das neue System funktioniere gut und sei sehr vielversprechend, so die KVB-Chefin.

nextbike – Betreiber der KVB-Leihräder

Das Unternehmen „nextbike“ mit Hauptsitz in Leipzig ist europäischer Bike-Sharing Marktführer. Seit 2004 entwickelt „nextbike“ smarte Fahrradverleihsysteme. Aktuell können sich Kundinnen und Kunden in über 300 Städten weltweit Fahrräder von „nextbike“ ausleihen, auch in Köln, wo das Unternehmen bekanntlich mit der KVB kooperiert.

KVB-Leihräder: Rückzug wegen Vandalismus – Suche nach den Tätern im Gange

Was die Ermittlung der Täter angeht, die durch Vandalismus für den Rückzug der Leihräder gesorgt hatten, gebe es derzeit noch keinen neuen Stand, erklärte Haaks. Dies sei, nachdem die KVB und Betreiber „nextbike“ eine Strafanzeige gestellt hatten, weiterhin Sache der Staatsanwaltschaft. „Die ein oder andere Person wurde schon identifiziert“, sagte die KVB-Vorstandsvorsitzende im Verkehrsausschuss. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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