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TikTok-Video: KVB-Räder zerstört – jetzt gibt es erste Verdächtige

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Von: Johanna Werning

olizisten und Polizeiautos stehen auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem Hauptbahnhof Köln. Davor stehen zwei KVB-Räder.
Die Polizei ermittelt nun gegen 30 Tatverdächtige, die KVB-Räder zerstört haben sollen (Montage) © Oliver Berg/dpa & Henning Kaiser/dpa

Über 1800 der 3000 KVB-Räder wurden beschädigt. Die Polizei Köln ermittelt nun gegen mindestens 30 Tatverdächtige. „Mehrere Anzeigen sind bei uns eingegangen.“

Köln – Mehr als die Hälfte aller KVB-Räder wurden innerhalb weniger Wochen beschädigt. Das hält auch die Polizei Köln auf Trab. „Mehrere Anzeigen sind bei uns eingegangen“, bestätigt Polizeisprecher Philipp Hüwe auf Nachfrage von 24RHEIN. „Die Ermittlungen laufen.“ Unter anderem haben die Unternehmen KVB, Nextbike und die Deutsche Bahn Anzeige in Köln erstattet.

KVB-Räder beschädigt: Polizei spricht von mindestens 30 Tatverdächtigen

Dabei gehe es in einer Anzeige nicht immer nur um einen Fall. „In einer Anzeige werden teilweise mehrere Fälle aufgelistet – und die müssen nach und nach abgearbeitet werden“, so Hüwe weiter. Das mache die Ermittlungen besonders langwierig. Allein bis Donnerstag, 31. März, wurden 1800 KVB-Räder in Köln beschädigt.

30 Tatverdächtige seien mittlerweile festgestellt, so der Pressesprecher am Dienstagnachmittag weiter. „Teilweise sind die auch identifiziert, teilweise aber auch nicht.“ Darum ist auch noch nicht ganz klar, ob es Wiederholungstäter gibt oder nicht.

Köln: Mindestens 1800 KVB-Räder beschädigt aufgrund von „TikTok-Phänomen“

Aber wie konnte es überhaupt innerhalb weniger Tage so viele Vandalismusfälle geben? „Ausgangspunkt waren offensichtlich ein Ursprungs- und mehrere Nachahmervideos. In mindestens einem wurde zur Zerstörung aufgerufen“, sagte zuletzt ein KVB-Pressesprecher.

Das bestätigt auch die Polizei Köln. Innerhalb kürzester Zeit gab es darum wohl auch beschädigte KVB-Räder in ganz Köln: „Das TikTok-Phänomen ist der Polizei seit gut zwei Wochen bekannt. Die ersten Fälle gab es zunächst im Nordwesten, dann schwappte es ins Rechtsrheinische – nach Kalk und Mülheim. Und jetzt ist ganz Köln betroffen“, fasst Hüwe zusammen.

Beschädigte KVB-Leihräder in Köln: Polizei ermittelt – und setzt auf Zusammenarbeit mit TikTok

Die Ermittlungen gegen das TikTok-Video laufen aktuell. „Wir arbeiten eng mit der Deutschen Bahn, der KVB, der Staatsanwaltschaft und Nextbike zusammen“, so der Polizeipressesprecher weiter. Zusätzlich setzt die Polizei Köln während der Ermittlungsarbeiten auf die Zusammenarbeit mit der Videoplattform „TikTok“, erklärt Hüwe.

Köln: Immer mehr KVB-Räder werden beschädigt – das Ausmaß der Schäden

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