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Unbekannte legen Kölner Rolltreppen lahm – und verfolgen damit ein perfides Ziel

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Von: Nina Büchs

Rolltreppe (rechts) und ein Mann bei einer Festnahme (links)
In Köln legen derzeit unbekannte Täter immer wieder Rolltreppen an KVB-Haltestellen lahm. (Montage) © Imago/Fotostand/C.Hardt

In Köln werden monatlich derzeit in über 600 Fällen Rolltreppen an KVB-Haltestellen absichtlich stillgelegt. Die Polizei vermutet dahinter eine bösartige Absicht.

Köln – Immer häufiger setzen unbekannte Täter Rolltreppen an Bus- oder Bahn-Haltestellen in Köln außer Betrieb, teilt die KVB mit. „Sie aktivieren durch Manipulation einen Sicherheitsmechanismus, der normalerweise verhindern soll, dass sich Menschen auf der Treppe verletzen“, so das Verkehrsunternehmen weiter. Laut der Polizei steckt dahinter ein perfider Trick.

Köln: Unbekannte bringen Rolltreppen an KVB-Haltestellen zum Stillstand – das ist ihre Absicht

Dass die Rolltreppen absichtlich zum Stillstand gebracht werden, passiere momentan im ganzen Stadtgebiet, der Neumarkt sei jedoch einer der Hotspots, so die KVB. Derzeit werden zum Teil mehr als 600 Fälle pro Monat registriert, heißt es weiter. Doch was steckt hinter der Manipulation der Rolltreppen? Die Polizei Köln hat darauf eine Antwort. Demzufolge handelt es sich bei den unbekannten Tätern mutmaßlich um Taschendiebe. Ihr Trick: Bleibt die Rolltreppe plötzlich stehen, sind die Passanten ein paar Minuten abgelenkt und verwirrt. Diese Sekunden nutzen sie aus, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

„Wir appellieren an unsere Fahrgäste, in solch einem Fall besonders aufmerksam zu sein und ihre Wertsachen zu sichern“ sagte dazu die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks.

Köln: Mutmaßliche Taschendiebe machen sich an Rolltreppen zu schaffen – großer Aufwand für KVB

Nicht nur für die Fahrgäste, auch für die KVB sind diese Vorfälle sehr ärgerlich. Denn bei einer Störung müsse immer ein Monteur rausfahren, so das Unternehmen. „Normalerweise ist der entsprechende Entstördienst mit einem Mitarbeitenden besetzt, an einigen Tagen waren wegen der Vielzahl der Störungen bis zu fünf Kollegen im Einsatz“, so die Verkehrs-Betriebe. An solchen Tagen komme man mit der Beseitigung der Störungen „kaum noch nach“.

Inzwischen werde jeder Einzelfall detailliert dokumentiert, so die KVB. Die Polizei konnte deshalb bereits vereinzelt Täter festnehmen. Für die KVB gehen die Anstrengungen weiter. „Intern werden zurzeit verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie man diesem Problem entgegentreten kann.“ (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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