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Köln: Neue Stadtbahnen für die KVB – moderner, länger und schneller

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Von: Oliver Schmitz

Ein Hochflur-Stadtbahn der KVB auf der Severinsbrücke in Köln.
Die neuen Stadtbahnen sollen auf den Linien 4, 13 und 18 zum Einsatz kommen. (Symbolbild) © Stephan Anemüller/KVB

Der ÖPNV in Köln soll weiter vorangetrieben werden. Die KVB plant deshalb die Beschaffung von neuen Stadbahnen für die Linie 4, 13 und 18.

Köln – Die KVB plant für die Zukunft: Die KVB-Linie 4, KVB-Linie 13 und KVB-Linie 18 der Stadtbahn sollen rundum erneuert werden. Mindestens 132 neue Hochflur-Wagen möchte das Verkehrsunternehmen aus Köln dafür erwerben. Diese sollen nicht nur moderner, sondern vor allem auch länger und schneller werden.

Damit treibt die KVB die Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs weiter voran. Denn aktuell befinden sich 62 neue Stadtbahn-Fahrzeuge auf der Zielgeraden: ab 2023 sollen sie durch die Domstadt rollen. Darüber hinaus sind bereits seit Frühjahr 2021 einige neue Hochflur-Stadtbahnen schon im Einsatz.

Hochflur-Bahnen der KVB

Aktuell betreibt die KVB insgesamt 189 hochflurige Stadtbahnwagen auf den Linien 3, 4, 5, 13, 16, 17 und 18. Diese müssen bis spätestens Mitte der 2040er Jahre altersbedingt komplett ersetzt werden. Bei rund 59 Wagen ist die technische Nutzungsgrenze bereits Anfang der 2030er Jahre erreicht.

KVB: Neue Stadtbahnen sollen mehr Menschen transportieren – für Linie 4, 13 und 18

Bei der Erneuerung der Linien 4, 13 und 18 setzt die KVB den Fokus vor allem auf die Erweiterung der Kapazitäten. So möchte man mit den neuen Stadtbahn-Wagen in Zukunft deutlich mehr Menschen transportieren als bisher. Deshalb sollen die Bahnen vor allem länger werden.

Die zurzeit 132 geplanten Wagen haben zwar nur die übliche Länge von je 30 Metern, jedoch möchte man diese mit rund 34 „Zwischenmodulen“ erweitern. Diese werden dann jeweils zwischen zwei Wagen montiert, womit die Gesamtlänge der Linien von 60 auf 70 Metern vergrößert wird.

Ansonsten sollen die neuen Fahrzeuge „nach dem neuesten Stand der Technik entwickelt werden“, schreibt die Stadt Köln. Zusätzlich soll durch das neue Innenkonzept das „Ein- und Ausstiegsverhalten“ optimiert werden. Dadurch könnten die Standzeiten an den Haltestellen verkürzt und somit auch die Bahnen schneller werden. Zu guter Letzt wird auch das komplette Innen- und Außendesign angepasst. E soll „modern, hochwertig und zeitgerecht“ wirken.

Neue-KVB-Bahnen: Diese Haltestellen in Köln müssen theoretisch umgebaut werden

Längere Bahnen bedeutet auch längere Bahnsteige – zumindest an manchen Stellen. Da in der Vergangenheit schon mal 60 Meter lange Züge durch Köln fuhren, sind viele Haltestellen bereits groß genug. Dennoch müssen einige andere in Zukunft von 50 auf 60 Metern verlängert werden. Konkret davon betroffen sind 22 der insgesamt 73 Stationen. Viele an beiden Bahnsteigen, einige aber auch nur an einem.

Neben den Bahngleis-Verlängerungen müssen auch einige Werkstätten, Abstell- und Wendeanlagen angepasst werden. Zusätzlich muss an allen unterirdischen Stattionen der Linie 4, 13 und 18 auch der Brandschutz überprüft werden.

Köln: Der Zeitplan für die neuen KVB-Bahnen der Linien 4, 13 und 18

KVB: Kölner Stadtrat trifft Entscheidung im November – so teuer soll die Anschaffung werden

Während die Planungen für die neuen KVB-Bahnen also bereits sehr weit vorangetrieben wurden, ist die Anschaffung aktuell noch gar nicht offiziell beschlossen. Der Stadtrat wird sich in der nächsten Sitzung am 9. November 2021 mit einer entsprechenden Vorlage befassen. Dabei soll auch darüber diskutiert werden, ob noch weitere Bahnen hinzukommen. Demnach könnten womöglich noch 60 weitere Fahrzeuge sowie 23 Zwischenmodule hinzukommen.

Nach aktuellen Planungen dürfte die Anschaffung rund 580 Millionen Euro kosten, wobei bei der Ausweitung noch 258 Millionen Euro hinzukommen würden. Demnach könnte die Erneuerung der Linien 4, 13 und 18 insgesamt bis zu 838 Millionen Euro kosten.

 „Ein leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr ist entscheidend, um unser Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Um den ÖPNV in Köln zu stärken, treiben wir die Erneuerung der Stadtbahnflotte mit erheblichen Investitionen voran“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu dem Vorhaben. Demnach möchte man durch ein besseres Angebot den ÖPNV für mehr Menschen in Köln attraktiver machen. Dies soll dann einen „wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und dem Klimaschutz in Köln“ leisten. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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