1. 24RHEIN
  2. Köln

Köln will U-Bahn-Stationen vor Hochwasser schützen – und untersucht Tunnel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mick Oberbusch

Mit Wasser vollgelaufene Haltestelle „Geldernstraße/Parkgürtel“
Um solche Szenen wie hier an der Geldernstraße/Parkgürtel künftig zu vermeiden, nimmt die Stadt Köln aktuell Untersuchungen vor. © Federico Gambarini

Köln will sich besser auf künftigen Starkregen vorbereiten und hat deshalb mit der Planung für Wasserverschlusssysteme an den U-Bahn-Haltestellen begonnen.

Köln – Wenn es in Köln stark regnet, ist es wohl die beste Idee, die Haltestelle „Geldernstraße/Parkgürtel“ zu meiden. Der Grund: Durch die Bauweise läuft der Tunnel, in den die KVB-Linie 13 pro Tag etliche Male einbiegt, voll Wasser – was die Station meist für einige Tage, wenn nicht sogar Wochen, nicht nutzbar macht. Um solchen Fällen künftig vorzubeugen, plant die Stadt Köln, Hochwasserverschlusssysteme an acht Tunneleinfahrten der Kölner U-Bahn herzustellen. „Die Hochwasserverschlüsse schützen zukünftig die Stadtbahntunnel und die Betriebseinrichtungen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG vor hohen Grundwasserständen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

KVB: Köln will Stationen vor Hochwasser schützen – diese Tunnel werden untersucht

KVB-Haltestellen: Untersuchungen an der Neusser Straße

In der Vergangenheit wurden diesbezüglich bereits Baugrunduntersuchungen durchgeführt, vom 26. Juli bis zum 4. August beispielsweise wurde die Tunneleinfahrt „Perlengraben“ in der Kölner Innenstadt untersucht. Und vom 2. bis 11. August fanden solche Untersuchungen auch im Bereich der Tunneleinfahrt Zoo/Flora in Riehl statt. Aufgrund dieser Untersuchungsarbeiten wurden immer wieder ganze Straßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet. So auch an der Neusser Straße, wo die Untersuchungen am 30. August beginnen und bis 8. September andauern.

Köln: Stadt nimmt auch in Riehl und Deutz Baugrunduntersuchungen vor

Die Untersuchung des Rampenbereichs der Tunneleinfahrt „Neusser Straße/Gürtel“ sorgt für eine Sperrung der Neusser Straße in Höhe der Seydlitzstraße; dort wird sie in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Umleitungen werden in Fahrtrichtung stadtauswärts/Norden ab der Friedrich-Karl-Straße sowie in Fahrtrichtung stadteinwärts/Süden ab der Kapuziner Straße eingerichtet.

Der Verkehr wird stadtauswärts über die Friedrich-Karl-Straße zur Niehler Straße und Sebastianstraße sowie der Scheibenstraße auf die Neusser Straße umgeleitet. In Fahrtrichtung stadteinwärts erfolgt die Umleitung mit einem U-Turn im Kreisverkehr der Kapuziner Straße auf die Scheibenstraße, dann über die Sebastianstraße und Niehler Straße zur Friedrich-Karl-Straße, wie die Stadt erklärt. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant