1. 24RHEIN
  2. Köln

Am Dienstag: Lanxess-Arena rot angestrahlt – das steckt dahinter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mick Oberbusch

Lanxess-Arena in Köln-Deutz wird zur „Night of Light“ rot angestrahlt
Bereits im Vorjahr wurde die Lanxess-Arena zur „Night of Light“ rot angestrahlt. © Eduard Bopp/Imago

Zum zweiten Mal findet deutschlandweit am Dienstag (22. Juni) die „Night of Light“ statt. Doch warum wird die Lanxess-Arena rot angestrahlt?

Köln – Die Lanxess-Arena, abseits der Corona-Pandemie Schauplatz für Konzerte und Sportevents, die im Jahr Millionen von Menschen nach Köln ziehen, wird am Dienstagabend (22. Juni) in rotem Licht erstrahlen. Auch Laser-Installationen und drei kurze Feuerwerke werden in der Multifunktionsarena im Stadtteil Deutz zu bestaunen sein. Hintergrund ist die deutschland- und europaweite Aktion „Night of Light“, die 2021 bereits zum zweiten Mal stattfindet.

Köln: Diese Gebäude und Denkmäler werden im Zuge der „Night of Light“ rot angestrahlt

Die Aktion sorgt jedoch nicht nur für einen ungewöhnlichen Anblick, sondern hat einen ernsten Hintergrund: Unter dem Motto „AlleLichtMachen“ werden viele Gebäude und Denkmäler in Köln von Kultur- und Veranstaltungsbetrieben angestrahlt, um auf die wirtschaftliche Notlage in der Pandemie aufmerksam zu machen. Neben der Lanxess-Arena unweit des Bahnhofs in Deutz werden in Köln auch das Maritim-Hotel, der Musical Dome, die Flora in Riehl und die Kulturkirche in Nippes rot erleuchtet. Auch das Reiterdenkmal auf dem Heumarkt erstrahlt in den Abendstunden in der Signalfarbe. Bereits im April hatte in Düsseldorf das „Wheel of Vision“ ebenfalls rot geleuchtet, um auf die Existenznöte der Schausteller zu erinnern.

Durch die „Night of Light“ wollen über tausend Teilnehmer aus Betrieben und Institutionen an die Politik appellieren, der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Öffnungsperspektive zu ermöglichen. „Ebenso setzen sie ein Zeichen der Solidarität mit Menschen, die durch die Pandemie in Existenznöte geraten sind. Viele Betriebe haben spät oder unzureichende Überbrückungshilfen bekommen, andere können durch aktuelle Regelungen noch immer nicht wieder voll starten. Zum Beispiel sollen erst im September wieder Großveranstaltungen erlaubt sein“, erklären die Veranstalter.

Köln: Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, bei der „Night of Light“ mitzumachen

Bereits im Vorjahr war die Lage für die Kultur- und Veranstaltungsbranche ernst, damals hatten sich über 200 deutsche Städte an der Aktion beteiligt. Über 9000 Lichtinstallationen machten im Zuge dessen auf die Notsituation der Veranstaltungsbranche aufmerksam. Einzelpersonen werden dazu aufgerufen, mit einem roten Licht im Garten, auf dem Balkon oder am Fenster bei der Aktion mitzumachen und Fotos davon auf Social Media zu teilen. „Wir müssen dem sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands und seinen über eine Million Beschäftigten eine gesicherte Perspektive verschaffen, um endlich wieder wirtschaftlich tätig sein zu können“ erklärt Jan Kalbfleisch, Geschäftsführer des Fachverbands der Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft. (mo)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

Auch interessant