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Aktion in Köln: Polizei warnt auf Brötchentüten vor falschen Polizisten

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 Ein Telefonhörer ist vor einem Plakat der Polizei NRW mit der Aufschrift «Achtung: Hier spricht NICHT die Polizei» zu sehen.
Vor allem Senioren werden regelmäßig Opfer von Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Um Menschen besser vor falschen Polizisten zu schützen hat die Kölner Polizei eine Aktion in Bäckereien gestartet. Auf Brötchentüten gibt es Tipps gegen Betrüger.

Köln/Leverkusen – „Falsche Polizisten kommen mir nicht in die Tüte. Schützen Sie sich“: Ab Montag (26. Juli) erhalten Kundinnen und Kunden von 30 Bäckereien in Köln und Leverkusen ihre Backwaren mit diesem aufgedruckten Slogan. Damit möchte die echte Polizei Menschen vor der dreisten Betrugsmasche warnen und gibt Hinweise zur Vorbeugung.

Polizei-Aktion in Köln: 300.000 Brötchentüten mit Tipps gegen falsche Polizisten

Die Aktion findet in Kooperation mit der Bäcker-Innung Köln/Rhein-Erft-Kreis sowie der beteiligten Bäckerei-Filialen statt, erklärte die Polizei am Dienstag. Dabei geht es vor allem darum Senioren vor den falschen Polizisten zu warnen und ihnen Tipps zur Betrugs-Prävention zu geben.

„Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, ältere Menschen in ihrer Tagesroutine abzuholen, indem wir ihnen die Betrugsgefahr in alltäglichen Situationen vor Augen führen“, erklärte Kriminaloberrätin Kira Boden in einer Pressemitteilung. Der Gang zum Bäcker sei laut ihr eben eine solche Routine: „Mit der Brötchentüte auf dem Frühstückstisch bleibt das Thema präsent oder setzt im besten Fall auch Gespräche mit Kindern und Enkeln der Seniorinnen und Senioren in Gang“.

Polizei Köln warnt vor falschen Polizisten: So können jüngere Menschen ihre Angehörigen schützen

Um ihre älteren Verwandten und Bekannten zu schützen, sind Gespräche über das Thema Betrug allgemein und falsche Polizisten konkret laut Präventionsexpertin Gudrun Krämer extrem wichtig: „Jüngere sind sich oft gar nicht bewusst, dass klare Vereinbarungen mit Eltern und Großeltern den Schaden verhindern können“. Ein konkretes Beispiel für das Vorgehen wäre laut Krämer: „Oma, ich werde Dich niemals am Telefon um Geld bitten. Wenn jemand anruft und sagt, dass ich in Not bin, leg auf und ruf immer sofort mich, Mama oder Papa an – selbst wenn jemand sich als Polizist ausgibt und Dir einen solchen Anruf verbietet“.

In Köln kommt es immer wieder zu „erfolgreichen“ Betrugs-Fällen von falschen Polizisten. So wurde Anfang des Jahres eine Frau im Stadtteil Emsen um mehrere Tausend Euro betrogen. Eine andere Frau wurde nach sieben Stunden „Telefonterror“ von einem angeblichen LKA-Beamten abgezockt. Aber auch in anderen Städten NRWs kommt es regelmäßig zu solchen Fällen. In Dortmund konnte ein Taxifahrer eine Frau gerade noch davon abhalten 30.000 Euro an falsche Polizisten zu übergeben. In Werl hatte sich ein falscher Polizist derweil das falsche Opfer ausgesucht: Er hielt eine echte Polizistin an und lieferte anschließend eine interessante Erklärung. (os mit ots)

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