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Betrug bei Corona-Soforthilfe: Razzia in Köln und Leverkusen

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Polizisten in Uniform stehen nah beieinander.
In Köln und Leverkusen durchsuchten Polizisten Wohnungen und Corona-Testzentren (Symbolbild). © Friso Gentsch/dpa

In Köln und Leverkusen hat die Polizei Durchsuchungen durchgeführt. Sechs Beschuldigte sollen bei der Corona-Soforthilfe und in Corona-Testzentren betrogen haben.

Köln/Leverkusen – In Köln und Leverkusen hat die Polizei am Mittwoch (29. September) Privatwohnungen und Corona-Testzentren durchsucht. Gegen sechs Verdächtige wird wegen Corona-Soforthilfe-Betrugs und Abrechnungsbetrugs ermittelt. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Einer Mitteilung zufolge hat die Polizei am Morgen in mehreren Privatwohnungen und in drei Corona-Testzentren Durchsuchungen durchgeführt. Die Objekte lagen in Leverkusen und den Kölner Stadtteilen Kalk, Mülheim, Buchheim und Humboldt-Gremberg. „Dabei beschlagnahmten die Polizeibeamten schriftliche Unterlagen über betriebswirtschaftliche Auswertungen, Mobiltelefone und Laptops“, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft.

Razzia in Köln und Leverkusen wegen Verdacht auf Corona-Betrug

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, unrechtmäßig Corona-Soforthilfe kassiert zu haben und unrechtmäßige Abrechnungen zum Nachteil der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein erstellt zu haben. „Gegen die sechs miteinander verwandten Beschuldigten besteht der Verdacht des Subventionsbetruges und des Betruges“, heißt es in der Mitteilung. Der Schaden belaufe sich auf mehrere hunderttausend Euro.

NRW: Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Corona-Betrüger und Impfpass-Fälscher

Die Polizei in NRW hat es immer wieder mit Corona-Betrügern und Impfpass-Fälschern zu tun. So wurden erst im Juni dieses Jahres Durchsuchungen im Rheinland wegen Soforthilfe-Betrugs durchgeführt. Insgesamt 39 Durchsuchungsbeschlüsse wurden von 200 Beamten vollstreckt. In einigen Fällen standen schon mutmaßliche Betrüger vor Gericht: Ein Remscheider hatte 14 Anträge in drei Bundesländern gestellt.

Das Amtsgericht Wuppertal verurteilte den Mann zu dreieinhalb Jahren Haft. Ein krimineller Trend sind auch gefälschte Corona-Impfpässe. Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will das Fälschen von Impfausweisen härter bestrafen. (sk/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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