Verlieren sie ihre Approbation?

Nach illegaler Party: Bezirksregierung Köln prüft Konsequenzen für Mediziner

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In Köln fand am vergangenen Wochenende eine Party statt, bei der auch Mediziner anwesend gewesen sein sollen. (Symbolbild aus Köln).
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Eine Party, bei der auch Mediziner anwesend waren, hat in Köln hohe Wellen geschlagen. Nun hat sich die Bezirksregierung Köln eingeschaltet und prüft Konsequenzen.

Köln – Am vergangenen Wochenende hat eine illegale Party in Köln für Entsetzen gesorgt. Ausgerechnet Mediziner sollen trotz der geltenden Ausgangssperre und Corona-Beschränkungen zusammen gefeiert haben. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker verurteilte dieses Verhalten scharf. Und so einfach wird das Verhalten der Partygäste anscheinend auch nicht vergessen, denn nun hat sich sogar die Bezirksregierung Köln (Dezernat für Approbationsangelegenheiten) eingeschaltet. Drohen nun ernsthafte Konsequenzen?

Köln: Polizei löst Mediziner-Party auf – Bezirksregierung der Stadt Köln prüft den Fall

„Da es sich dabei um eine sehr ernste Angelegenheit handelt und auch das Medieninteresse sehr hoch ist, haben wir als Behörde selbst aktiv die Personalien der betroffenen Partygäste angefordert“, so Vanessa Nolte, Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

Das Dezernat für Approbationsangelegenheiten wird die entsprechenden Mediziner per Brief anschreiben und um eine Stellungnahme bitten, erklärt Nolte. Zunächst müsse aber noch geprüft werden, ob es sich bei den Beschuldigten um bereits approbierte Ärzte oder um angehende Ärzte handelt, die noch keine Approbation haben. Dies fließe in die Entscheidung der Prüfung durch das Dezernat für Approbationsangelegenheiten mit ein, so Nolte. „Es sei aktuell aber noch zu früh, um jetzt schon definitiv zu sagen, ob und welche Konsequenzen es geben wird“, sagt Nolte abschließend.

Köln: Mediziner feierten Party – Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist entsetzt

„In unserer jetzigen Situation in der Pandemie eine Party mit vielen Menschen zu feiern, ist unverantwortlich – besonders, weil die Feiernden, bei denen es sich angeblich um angehende Mediziner und Medizinerinnen gehandelt hat, es hätten besser wissen müssen“, so Henriette Reker über die Party am vergangenen Wochenende.

Die Polizei hatte die Feier am Samstagabend, 17. April, in Köln Westhoven aufgelöst und 35 Feiernde, darunter auch mehrere Mediziner, dort angetroffen. Es hieß, sie wollten dort ihr bestandenes Examen feiern. Als die Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, versuchten viele von ihnen, sich zu verstecken oder zu fliehen. Einige Partygäste hätten sogar mit Unverständnis auf die Party reagiert, berichtete die Bild. Es sollen dabei Sätze gefallen sein, wie „Diese Maßnahme ist doch lächerlich“ oder „Wir sind doch alle geimpft“. (nb)

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