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Köln: Ruft bald der Muezzin? Erste Moscheegemeinde stellt Antrag

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Das Gebäude der DITIB-Zentralmoschee in Köln.
Die erste Moscheegemeinde in Köln hat einen Antrag auf Muezzin-Rufe gestellt. (Symbolbild) © S. Ziese/Imago

Nachdem die Stadt Köln im Oktober beschlossen hatte, Muezzin-Rufe auf Antrag und unter Auflagen zu genehmigen, hat die erste Moscheegemeinde nun einen Antrag gestellt.

Köln – Bei der Stadt Köln ist ein erster Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moscheegemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Er werde nun geprüft. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, war zunächst nicht abzusehen. Zuvor hatte die Bild berichtet.

Köln: Bald erste Muezzin-Rufe auf der rechten Rheinseite? Nur unter bestimmten Auflagen

Köln hatte Anfang Oktober erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter bestimmten Auflagen künftig ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen dürften. Zu den Auflagen gehört, dass der Gebetsruf nicht länger als fünf Minuten dauert. Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird. Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann.

Muezzin-Rufe bald in Köln? Stadt verweist auf Freiheit zur Religionsausübung

Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. In den ersten Wochen nach dem Start waren aber noch keine Anträge eingegangen. Die Stadt Köln verweist bei ihrer Initiative auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung. Während in christlichen Kirchen die Glocken läuteten, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllten. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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