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Muezzin-Ruf in Köln: Bisher keine Anträge gestellt – doch Interesse ist da

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Die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld ist am Morgen beleuchtet, dahinter ist der Kölner Colonius zu sehen
In Köln dürfen Moscheen künftig ihre Gläubigen zum Gebet rufen (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Seit dem 8. Oktober können Gemeinden in Köln den Muezzin-Ruf beantragen. Nach wie vor ist aber kein Antrag bei der Stadt eingegangen.

Köln – Bei der Stadt Köln sind auch nach drei Wochen noch keine Anträge auf Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Zehn Moscheegemeinden haben nach Angaben der Stadt mittlerweile Interesse bekundet und Informationen eingeholt, aber noch niemand hat einen Antrag gestellt. Muezzin-Rufe können in Köln seit dem 8. Oktober beantragt werden.

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Sofern der Antrag genehmigt wird, können Moscheegemeinden ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen. Der Gebetsruf darf nur in der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr und für die Dauer von maximal fünf Minuten erfolgen. Die Lautstärke wird je nach Lage der Moschee festgelegt. Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann.

Die Stadt Köln verweist bei ihrer Initiative auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung. Während in christlichen Kirchen die Glocken läuteten, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllten. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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