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Corona-Verstöße in Köln: 14 Hotelgäste vom Ordnungsamt erwischt – jetzt wird‘s teuer

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Von: Nina Büchs

Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes stehen unweit eines Geschäftes an der Frankfurter Allee.
Der Ordnungsdienst hat in mehreren Kölner Hotels Razzien durchgeführt (Symbolbild). © Paul Zinken/dpa

Das Kölner Ordnungsamt kontrollierte in der vergangenen Woche 27 Hotels und entdeckte dabei 14 Gäste, die gegen die Corona-Schutzverordnung verstießen.

Köln – Wegen der Corona-Pandemie ist das Reisen zu touristischen Zwecken derzeit verboten – so auch in Köln. Nach Angaben des RKI liegt die Inzidenz in Köln derzeit bei 103 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Um weitere Ansteckungen zu verhindern, kontrollierte der Kölner Ordnungsdienst in der vergangenen Woche schwerpunktmäßig 27 Hotelbetriebe in Ehrenfeld, Nippes und in der Innenstadt.

Köln: In fünf Hotels waren 14 Touristen untergebracht – ihnen droht nun ein Bußgeld

Bei den Razzien des Ordnungsamts entdeckten die Beamten schließlich in fünf Hotelbetrieben insgesamt 14 Gäste, die gegen das Beherbergungsverbot zu touristischen beziehungsweise privaten Zwecken verstießen. Den Betrieben und den Gästen drohen nun Geldbußen, hieß es in der Pressemitteilung der Stadt Köln. Eine Person legte sogar noch einen obendrauf und machte falsche Angaben zur Kontaktnachverfolgung. Damit verstieß sie gegen eine weitere Vorschrift der Corona-Schutzverordnung. Ihr droht nun wegen dieser Ordnungswidrigkeit ebenfalls ein Bußgeld.

Corona-Schutzverordnung: Diese Bußgelder drohen Hotelgästen und Betreibern (§ 15 Abs. 1 )

Hotelgäste: Die Wahrnehmung von Übernachtungsangeboten zu privaten oder touristischen Zwecken wird mit einem Bußgeld von 250 Euro pro Person geahndet.

Hotelbetreiber: Bei der Durchführung von Übernachtungsangeboten zu privaten Zwecken wird für Hotelbetreiber ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5.000 Euro fällig.

Corona-Verstöße in Köln: Das müssen Hotelbetreiber beachten

Um derartige Vorfälle zu vermeiden, appelliert die Stadt nun an die Hotelbetreiber. Sie werden gebeten, sich an die derzeit geltenden Corona-Regeln zu halten. So sollen Hotels zum Beispiel die Angaben ihrer Gäste beim Check-in sorgfältig prüfen. Zudem müssen die Gäste Arbeitgeberbescheinigungen oder anderen Nachweise vorzeigen, die bestätigen, dass sie die Übernachtung nicht wegen eines privaten oder touristischen Zweck buchen. Sollte es zu Verstößen kommen, werden nicht nur die Hotelgäste selbst, sondern auch die Hotelbetreiber zur Verantwortung gezogen.

Köln: Stadt schätzt Zahl der Verstöße auf hohe, zweistellige Summe

Der Ordnungsdienst wird seine unangekündigten Corona-Kontrollen in Hotelbetrieben im gesamten Stadtgebiet fortsetzen. Das Amt für öffentliche Ordnung schätzt anhand vorläufiger Auswertungen, dass bisher eine hohe zweistellige Zahl an Verstößen gegen das Beherbergungsverbot in rund einem Dutzend Kölner Hotels festgestellt wurden.

Kölner Hotels im Visier des Ordnungsamts: Hier wurde sogar Prostitution ausgeübt

Erst im Dezember kontrollierte das Ordnungsamt ein Hotel am Wallraffplatz. Dabei fiel auf, dass dort 43 Gäste untergebracht waren, die zum Teil auch der Prostitution nachgingen. Der Ordnungsdienst teilte mit, dass das Hotel deshalb im Dezember „geschlossen und versiegelt“ wurde. (nb)

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