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Silvester 2020 in Köln: Stadt sperrt zentrale Punkte – mehr als 4800 Polizisten in ganz NRW im Einsatz

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Von: Mick Oberbusch

Polizisten vor dem Kölner Dom in der Silvesternacht 2016/17
Rund um den Dom wird an Silvester abgesperrt (Symbolfoto aus der Silvesternacht 2016/17) © Henning Kaiser/picture alliance

Köln bereitet sich auf die Silvesternacht vor – und sperrt dazu das Gelände rund um den Dom weitläufig ab. So sollen Menschenansammlungen an einem neuralgischen Punkt vermieden werden.

Köln – An Silvester herrscht in Köln höchste Alarmstufe – und das bereits seit vielen Jahren. Spätestens seit den Ereignissen von 2015 gilt dem Jahreswechsel in der Domstadt für OB Henriette Reker und Co. eine besondere Aufmerksamkeit – 2020 jedoch bekanntermaßen aus anderen Gründen. Auf das traditionelle Feuerwerk muss um Mitternacht verzichtet werden, Maskenpflicht und Alkoholverbot lauten die entscheidenden Schlagworte für den kommenden Jahreswechsel. Auf den sich die Stadt diesmal perfekt vorbereiten will.

Es ist ungeheuer schwer vorauszusagen, wie sich die Menschen verhalten werden

Herbert Reul, NRW-Innenminister

Silvester in Köln: Dom, Hohenzollernbrücke und Roncalliplatz für Passantenverkehr gesperrt

Bereits am Dienstagmittag, also zweieinhalb Tage vor Einläuten des neuen Kalenderjahres, wurde der Bereich rund um den Kölner Dom abgeriegelt, der Bahnhofsvorplatz, der aktuell noch fußläufig erreicht werden kann, wird am 31. Dezember ebenfalls dicht gemacht. So will man große Menschenansammlungen an einem zentralen Knotenpunkt der Stadt vermeiden. 2015 war es dort zu den folgenschweren Übergriffen gekommen.

Wie die „Kölnische Rundschau“ zudem berichtet, sollen auch Roncalliplatz und Domplatte „für den Passantenverkehr gesperrt bleiben“, von 18.30 Uhr am 31. Dezember bis um 2 Uhr nachts. Auch die Hohenzollernbrücke, von der aus in den vergangenen Jahren Feuerwerk in den Kölner Nachthimmel geschossen wurde, soll ab 18.30 Uhr für Fußgänger und Radfahrer gesperrt bleiben. Auch andere Rheinbrücken könnten folgen.

Mehrere Hundert Beamte für Köln – fast 5000 für ganz Nordrhein-Westfalen

Mit mehreren Hundert Beamten wolle man laut einem Polizeisprecher in Köln im Einsatz sein. NRW-Innenminister Herbert Reul kündigte bereits den Einsatz von über 4800 Polizisten im gesamten Bundesland an. Diese würden in der Silvesternacht verstärkt kontrollieren und darauf achten, dass sämtliche für Köln geltenden Regeln eingehalten werden.

„Für die Sicherheitsbehörden ist es ungeheuer schwer vorauszusagen, wie sich die Menschen verhalten werden“, sagte Reul bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf kurz vor dem Jahreswechsel. Der 11.11. zum Beispiel hätte in diesem Jahr aber bereits gezeigt, dass die Menschen in der Stadt vernünftig seien, so Reul. (mo)

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