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Derby 1. FC Köln - Gladbach: Polizei verhindert geplante Schlägerei – Infos für Fans und Bevölkerung

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Von: Mick Oberbusch

Gästeblock im Rheinenergie-Stadion beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach
Beim bis heute letzten Derby vor Zuschauern in Köln (September 2019) reisten weit über 5000 Fans aus Mönchengladbach an. © Eduard Bopp/Imago

Am Samstag (27. November) tritt der 1. FC Köln im Rheinenergie-Stadion zum Derby gegen Borussia Mönchengladbach an (15:30 Uhr). Das gilt es zu beachten.

Köln – Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach sind immer etwas Besonderes. Im März 2020 beispielsweise ging das damalige Duell der beiden Erzrivalen als erstes Geisterspiel der Liga-Historie in die Fußballgeschichte ein, die „Fohlenelf“ gewann im Borussia-Park vor leeren Rängen mit 2:1. Am Samstag treffen die beiden Clubs nun schon zum 93. mal in der Bundesliga aufeinander – diesmal jedoch wieder vor vollen Zuschauerrängen im RheinEnergie-Stadion.

1. FC Köln vor Derby gegen Borussia Mönchengladbach – Anpfiff, Übertragung, Alkohol im Stadion

Das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Mönchengladbach darf vor vollem Haus stattfinden. Das Gesundheitsamt Köln genehmigte den Antrag des FC. „Möglich ist dies aufgrund des als tragfähig eingestuften und erfolgreich praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts mit 2G“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Zuvor war nicht klar, ob vor 50.000 Fans im RheinEnergie-Stadion gespielt werden darf.

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung hätte die Kapazität der Stehtribüne in Müngersdorf noch einmal verkleinert werden können. Rund 1500 Fans hätten dann draußen bleiben müssen. „Wir stehen jedoch mit dem Gesundheitsamt in Kontakt und hoffen, eine Lösung zu finden, damit wir vor ausverkauftem Haus spielen können“, hießt es vorab. Die Tickets für das Prestige-Duell sind bereits seit kurz nach Vorverkaufsstart vergriffen.

1. FC Köln vs. Borussia Mönchengladbach: Fans trafen sich wohl für Schlägerei

Bereits am Vorabend des Rhein-Derbys hatte die Polizei Mönchengladbach mit einigen Fans alle Hände voll zu tun. In der Innenstadt war gegen 20:30 Uhr eine größere Gruppe aufgefallen, die wohl extra aus Köln angereist war, wie die Polizei mitteilte. Wenig später wurden dann insgesamt 82 Personen aus der „Kölner und Essener Fanszene“ an der Gasthausstraße von der Polizei kontrolliert. Parallel dazu wurden in Viersen 65 Gladbach-Fans aufgefallen.

Bei den Kontrollen fanden die Beamten etliche auffällige Dinge wie Beißschienen und Bandagen sowie Sturmhauben und Boxhandschuhe. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass sich die Fans womöglich zu einer Schlägerei verabredet hatten, weshalb alle Anwesenden Platzverweise und Betretungsverbote für die Stadtgebiete Köln und Mönchengladbach bekamen. Damit soll eine Eskalation rund um das Spiel verhindert werden.

Köln - Gladbach in Müngersdorf: Das plant die KVB

Vorfreude also auf das erste Derby vor Zuschauern nach über zwei Jahren – klar, dass die Stadt sich schon jetzt für das Duell in Stellung bringt. Die KVB beispielsweise verstärkt zum Spiel am Samstag den Fahrbetrieb zwischen den Haltestellen “Neumarkt“ und “Rheinenergie-Stadion“ sowie “Weiden-West“ und “Rheinenergie-Stadion“. „Vor dem Spiel bereits ab 12.30 Uhr – also drei Stunden vor Anpfiff – und nach Ende des Spiels ab 17.15 Uhr setzt die KVB zusätzliche Stadtbahnen ein“, heißt es von Seiten der KVB, die die Fans bittet, auch die regulären Stadtbahnen der Linie 1 zu nutzen, um eine Entzerrung des Fahrverkehrs zu erreichen. Die Linie 1 hält am Samstag an den Haltestellen „Alter Militärring“ und „Rheinenergie-Stadion“, von wo aus die Arena in wenigen Minuten fußläufig zu erreichen ist.

Wieviel Polizei ist beim Derby 1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach im Einsatz?

Da es sich bei der Partie des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach um ein sogenanntes „Risikospiel“ handelt, wird im Stadion kein Alkohol ausgeschenkt. Die Polizei hofft auf einen friedlichen Ablauf im und rund um das Stadion. Dafür sind laut Polizeiangaben am Samstag über 1000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Neben Kräften der Bereitschaftspolizei werden auch Diensthunde und Pferde eingesetzt.

„Gerade in dieser schwierigen Zeit während der Pandemie freuen sich die vielen Fußballanhänger auf ein traditionell stimmungsvolles rheinisches Derby. Damit die Fans im Stadion ein schönes und spannendes Fußballspiel erleben können, wird die Polizei außerhalb des Spielfeldes entschlossen gegen Personen vorgehen, die Gewalt und Aggressionen schüren“, betont der Leitende Polizeidirektor Michael Tiemann vor dem Derby. „Wir werden diese Personen im und rund um das Stadion sowie an bekannten Treffpunkten in der Stadt im Auge behalten und präsent sein. Dabei werden wir Straftaten konsequent verfolgen.“

Da auch das Auswärts-Kontingent (maximal 5.000 Tickets für Gäste-Fans) bereits seit Wochen ausverkauft ist, dürften die Behörden mit einer größeren Gruppe aus Mönchengladbach rechnen. Bereits im Vorfeld habe es einen Austausch mit den Kollegen aus Mönchengladbach gegeben, berichtet ein Sprecher der Polizei. Gegen „drei bekannte potenzielle Störer“ seien bereits Betretungsverbote ausgesprochen worden. Zudem gab es schon 17 Gefährderansprachen.

1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach: Corona-Regeln im Rheinenergie-Stadion

Was die Corona-Regeln im Rheinenergie-Stadion angeht, wird sich im im Vergleich zu den bisherigen Saisonspielen nichts ändern, der 1. FC Köln setzt weiter auf eine 2G-Regelung, gewährt also lediglich Geimpften und Genesenen Zutritt in Müngersdorf. Wer nicht im Stadion dabei sein kann, kann die Partie beim Bezahlsender Sky live verfolgen – und dem FC mit Trainer Steffen Baumgart die Daumen drücken, dass es am Samstag endlich mal wieder mit einem Sieg in der Bundesliga klappt. Das Derby wäre für ein neues Erfolgserlebnis sicher der beste Zeitpunkt. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Text wurde am 27. November inhaltlich aktualisiert. Neuerung: A4 wieder frei.

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