80 Städte im Vergleich

Trotz Corona: Mietpreise in Köln steigen weiter an – in diesen Städten ist das Wohnen jetzt am teuersten

+
Trotz der Corona-Krise sind die Mieten in Köln und anderen Städten weiter angestiegen.
  • schließen

Durch die Corona-Pandemie haben Menschen vielerorts mit finanziellen Sorgen zu kämpfen. Doch während der Geldbeutel immer leichter wird, steigen die Mieten trotzdem weiter an.

  • Die Mietpreise sind trotz Corona in vielen deutschen Städten gestiegen
  • In Köln kostet eine Mietwohnung im Schnitt 11,50 Euro pro Quadratmeter (Kaltmiete)
  • Am teuersten ist das Wohnen nach wie vor in München und Frankfurt am Main

Köln – Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist für viele Menschen inzwischen zu einer echten Mammutaufgabe geworden. Je nachdem in welcher Stadt sich die Wohnung befindet, muss man als Mieter ganz schön tief in die Tasche greifen. Laut einer aktuellen Studie des Portals „Immowelt“ sind die Mietpreise im Corona-Jahr sogar um bis zu zwölf Prozent angestiegen. Viele Mieter und Wohnungssuchende haben deshalb mit finanziellen Sorgen zu kämpfen.

Köln: Miete steigt um 6 Prozent auf 11,50 Euro pro Quadratmeter

Auch in Köln ist der Wohnungsmarkt besonders angespannt. Laut der Studie des Portals „Immowelt“ müssen Mieter in Köln nun sogar bis zu 6 Prozent mehr für die monatliche Kaltmiete zahlen. Während die Kaltmiete in der Stadt am Rhein 2019 noch bei 10,90 Euro pro Quadratmeter lag, ist der Quadratmeterpreis 2020 inzwischen schon auf 11,50 Euro gestiegen. Am größten war der Anstieg der Mietpreise in der Stadt Reutlingen in Baden-Württemberg. Hier stieg die Kaltmiete um 12 Prozent auf 10,30 Euro pro Quadratmeter. In NRW wurde der größte Mietpreis-Anstieg dagegen in der Stadt Bochum verzeichnet. Hier stieg die Miete um neun Prozent an. Die Kaltmiete liegt dort nun bei 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Mietpreise: Das sind die zehn teuersten Städte in Deutschland – Köln auf Platz 8

StadtBundeslandPreis pro m² 2019Preis pro m² 2020Anstieg der Miete in %
MünchenBayern18,2018,60 2
Frankfurt am MainHessen13,9014,605
StuttgartBaden-Würrtemberg13,2013,60 3
BerlinBerlin11,9012,50 5
HamburgHamburg11,8012,103
MainzHessen11,5012,105
Freiburg im BreisgauBaden-Württemberg12,0012,000
HeidelbergBaden-Würrtemberg11,9011,60-3
KölnNordrhein-Westfalen10,9011,506
IngolstadtBayern11,7011,50-2

Laut dem Ranking der aktuellen Studie von „Immowelt“ liegt die bayrische Landeshauptstadt München weiterhin auf dem vordersten Platz. Der Preis der Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt dort bei beachtlichen 18,60 Euro. Auf dem zweiten Platz folgt die hessische Bankiersstadt Frankfurt am Main, mit 14,60 Euro pro Quadratmeter. Aber auch die nordrhein-westfälische Metropole Köln ist bei den Mietern offenbar sehr gefragt – der Quadratmeter kostet hier inzwischen 11,50 Euro. Laut dem Ranking ist Köln also eine der zehn teuersten Städte in Deutschland. Gemeinsam mit Ingolstadt nimmt die rheinische Domstadt den Platz „8“ des Rankings ein.

Mietpreise: Das bedeutet der Anstieg für die Mieter und Wohnungssuchenden

Wie der Deutsche Mieterbund im November bekannt gab, hatten Ende August 2020 rund 15,5 Millionen Haushalte wegen der Krise weniger Einkommen zur Verfügung. Rund drei Viertel der betroffenen Haushalte mussten auf bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens verzichten. Werner Hesse, Geschäftsführer Paritätischer Gesamtverband sagte dazu: „Der Verlust ihrer Arbeit oder geringere Einkünfte dürfen nicht dazu führen, dass Menschen Mietschulden anhäufen und schlimmstenfalls ihre Wohnung verlieren.“

Hohe Mietpreise trotz Corona: Wohnen in NRW ist jedoch vergleichsweise günstig

Das Ranking offenbart aber auch: Wohnen in NRW ist im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern oft noch günstig. So ist es nach Chemnitz und Bremerhaven in der NRW-Stadt Hagen aktuell besonders günstig, eine Wohnung zu mieten. Tatsächlich liegt die Kaltmiete dort bei einem Quadratmeterpreis von 5,60 Euro. Und auch in den Städten Gelsenkirchen, Remscheid, Recklinghausen, Duisburg, Oberhausen, Herne und Mönchengladbach ist das Wohnen im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland mit zwischen 5,90 und 6,90 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch: In diesen Städten scheint die Nachfrage weniger hoch zu sein. Das bestätigt auch eine Studie aus dem Monat November. Dort kam heraus, dass das Ruhrgebiet mit Städten wie Duisburg ein eher schlechtes Image hat, während Köln zu den beliebtesten Städten in ganz Deutschland zählt.

Wohnen in NRW: Auch die Nebenkosten in NRW sind teuer

Obwohl die Kaltmieten in NRW, mit Ausnahme von Köln und Düsseldorf vergleichsweise günstig sind, liegt das bevölkerungsreichste Bundesland bei der Höhe der Nebenkosten im Bundesdurchschnitt auf den vorderen Plätzen. Dies zeigte eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Anfang Dezember. Daraus ging hervor, dass die kalten Nebenkosten in NRW vergleichsweise hoch sind. Besonders viel müssen Menschen in Bonn, Leverkusen und Düsseldorf dafür zahlen.

Kalte vs. warme Nebenkosten

Grundsätzlich werden Nebenkosten in kalte und warme Betriebskosten aufgeteilt. Im Schnitt werden in Deutschland 1,40 Euro pro Quadratmeter für die warmen Nebenkosten und 1,30 Euro für die kalten Nebenkosten berechnet.

Kalte Betriebskosten sind alle Betriebskosten ohne Heizung und Warmwasser. Dazu zählen also z.B. die Grundsteuer, Gebäudereiningung, Müll- und Abwassergebühren.

Warme Betriebskosten beinhalten Heiz- und Wasserkosten und machen fast die Hälfte der gesamten gezahlten Nebenkosten aus.

Mietpreise in Deutschland: Das ist der Hintergrund der Studie

In der Erhebung wurden Mietwohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern ausgewertet, die auf dem Portal von Immowelt.de im Jahr 2020 inseriert wurden. Die Datengrundlage für die Berechnung sind die Mietpreise in 80 deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern. Dabei wurden nur Wohnungen berücksichtigt, die oft nachgefragt wurden. Bei den Mietpreisen handelt es sich um die Kaltmiete bei Neuvermietung. (nb)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion