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Wegen Corona: Insolvenzverfahren für Kölner Bordell „Pascha“ eröffnet

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Blick auf das Kölner Bordell „Pascha“.
Das Insolvenzverfahren für das Kölner Bordell „Pascha“ wurde eröffnet. © Rolf Vennenbernd/dpa

Das „Pascha“ hat die Corona-Pandemie nicht überlebt. Wegen fehlender Einnahmen musste das Kölner Bordell schließen. Nun ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Köln – Im Großbordell Pascha, wo sonst Prostituierte ihrer täglichen Arbeit nachgehen, herrscht weiter Stille. Die Schließung des Bordells zeichnete sich jedoch schon seit längerem ab, nun wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Coronavirus: Kölner Bordell „Pascha“ ist zahlungsunfähig und überschuldet

Für das von der Corona-Krise hart getroffene Großbordell „Pascha“ in Köln ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Es beziehe sich auf die Betreibergesellschaft des Hauses, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Montag. Den Angaben zufolge wurde es bereits am 28. Dezember eröffnet - wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das bekannte „Pascha“ an der Hornstraße in Neuehrenfeld gehört zu den größten Bordellen in Europa.

Köln: 60 Mitarbeiter des Bordells „Pascha“ haben Kündigung erhalten

„Die 60 Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten. Die sechsstelligen monatlichen Fixkosten waren für uns ohne Einnahmen nicht zu stemmen“, sagte Geschäftsführer Armin Lobscheid der „Bild“.

Im Pascha arbeiteten 60 Angestellte und 120 Prostituierte

Dass das Bordell große Probleme hat, war seit längerem bekannt. Es hatte bereits Anfang September - während der ersten Schließung der Bordelle wegen der Corona-Pandemie - Insolvenz angemeldet. Die laufenden Kosten für das zehnstöckige Gebäude, in dem rund 60 Angestellte wie Masseure, Handwerker und Köche arbeiteten, seien zu hoch. Normalerweise arbeiten dort auch rund 120 Prostituierte, allerdings als Selbstständige.

NRW: Betrieb von Bordellen ist wegen Corona verboten

Nach einer zeitweisen Lockerung ist der Betrieb von Bordellen in NRW mittlerweile wieder untersagt. „Jetzt mit der erneuten erzwungenen Schließung besteht keine Aussicht mehr, die Firma weiter betreiben zu können“, erklärte Geschäftsführer Lobscheid der „Bild“. Was nun mit dem markanten Pascha-Haus geschieht, ist bislang unklar. (nb mit dpa)

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