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Silvester in Corona-Zeiten: Stadt Köln plant verrückte Lichtschalter-Aktion – so reagiert das Netz

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Von: Nina Büchs

Silvesterfeuerwerk in der Stadt Köln. Im Hintergrund ist der Dom zu sehen.
Die Stadt Köln plant zu Silvester eine verrückte Aktion (Archivbild). © Christophe Gateau/dpa

Verrückte Zeiten erfordern verrückte Maßnahmen. Das dachte sich anscheinend die Stadt Köln. Zu Silvester plante sie daher nun eine irre „Lichtschalter-Aktion“.

Köln – „Und immer, wenn du denkst, dümmer geht‘s nicht mehr, kommt aus Köln ein „helles Lichtlein“ her. Grandiose Dokumentation des Totalversagens“, schreibt Rainer Trier und bringt die Meinung vieler Kölner über die AktionLicht an. Jahr aus“ der Stadt Köln auf den Punkt.

Denn tatsächlich sehen dies viele Bürgerinnen und Bürger ähnlich. Dies geht aus den vielen Facebook-Kommentaren hervor. So schreibt auch Dirk Hölscher: „Wir kämpfen gegen eine der größten Pandemien – der Inzidenzwert ist seit Wochen nicht unter 100 und jetzt endlich die Lösung: Fingerfarben, Bunte Tücher und Licht an- und ausschalten. Ganz Köln einfach eine Kita-Gruppe! Mal ehrlich: Das ist doch jetzt Verarsche? Gleich kommt Guido Cantz und fragt, ob wir „Spaß verstehen?“

Köln: Das steckt hinter der „Licht an. Jahr aus“ Aktion

Die Stadt informierte die Bürger am 17. Dezember in Form einer Pressemitteilung über ihre geplante Aktion. Darin steht, dass Kölnerinnen und Kölner pünktlich um Mitternacht am Silvesterabend die Lichter in ihren Haushalten für fünf Minuten an und wieder ausschalten sollen. „Die Stadt wird damit zum Leuchten gebracht“, heißt es weiter. Damit es schön bunt wird, sollen die Bürger außerdem ihre Fenster bunt bekleben oder bemalen. Wie aus der Meldung hervorgeht, will Köln damit das „größte Lichterfeuerwerk der Welt“ veranstalten. Denn: „Köln strahlt von drinnen - ganz ohne Rakten und Böller, ganz leise. Denn jeder bleibt dabei in seinem eigenen Zuhause und verzichtet auf das Böllern draußen.“

Passend dazu soll es auch eine Website namens silvesterfenster.koeln geben. Außerdem wird die Aktion unter dem Hashtag #silvesterfenster ab dem 18.12. erklärt. Die Bürger können sich dann „für die eigene Fenstergestaltung inspirieren lassen“.

Stadt plant Licht-Aktion zu Silvester: Diese Promis unterstützen die Idee

Neben einigen kritischen Stimmen, gab es allerdings auch einige Befürworter der Aktion. Darunter auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „2020 hat uns viel abverlangt. Wir haben auf Kontakte, Feiern und damit auf unsere Geselligkeit verzichtet. Aber wir haben durchgehalten, weil wir zusammenhalten. Und genau das wollen wir am letzten Tag des Jahres der ganzen Welt zeigen! In Köln braucht es kein Feuerwerk und kein Böllern, um dieses Jahr hinter uns zu lassen. In Köln sind wir bunt und kreativ!“ Laut Alexander Vogel, Leiter des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln, sollen auch einige lokale Prominente die „Licht an. Jahr aus“ Aktion unterstützen. Darunter zum Beispiel Horst Lichter, Höhner Gründungsmitglied Janus Fröhlich, Janine Kunze, Guido Cantz und Sänger Patrice. „Wir freuen uns, wenn sie und viele weitere Kölnerinnen und Kölner Teil des leuchtenden Statements der Stadt werden! Uns ist es wichtig, dieses Jahr mit einer positiven Aktion zu beenden.

Silvester-Idee: so reagiert die Stadt auf die Facebook-Kommentare

Facebook-User wie Rainer Trier und Dirk Hölscher zeigten, was sie von der Aktion halten. Chris Schwarz hätte dagegen eine andere Idee, wie die Stadt Köln in diesem Jahr Silvester organisieren könnte. Spöttisch kommentiert er: „Na wenn mir dafür die Stromrechnung erleichtert wird, kein Ding. Klar hätte man auch ein Feuerwerk vonseiten der Stadt organisieren können die man von zu Hause aus genießen kann. Oder aber man macht gar nichts und spendet das Geld, das man sonst verbrannt hätte an gemeinnützige Organisationen.“ Die Stadt Köln ließ die Argumente der Kölner nicht unkommentiert. „Danke für euer Feedback. Mit unserer #Silvesterfenster-Aktion wollen wir trotz der Pandemie-Lage den Übergang ins neue Jahr ein wenig farbenfroher gestalten. 2020 hat uns viel abverlangt.  Aber wir haben zusammengehalten und das wollen wir mit der Aktion zeigen“, so das städtische Social Media Team. (nb)

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