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OB Reker: „Alle Hausärzte in Köln sollen gegen das Coronavirus impfen dürfen“

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Von: Benjamin Stroka

Henriette Reker im Kölner Impfzentrum.
Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht am Freitagmittag über die aktuelle Corona-Situation in Köln (Archivbild). © IMAGO / Political-Moments

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Freitag über die aktuelle Corona-Situation in Köln informiert. Sie begrüßt die Perspektive auf Öffnungen.

Update vom 5. März, 14:05 Uhr: Laut Beschluss des Bundes sollen pro Stadt fünf Arztpraxen zur Impfvergabe bestimmt werden. Das kritisiert Henriette Reker scharf: „Fünf Praxen in einer Millionenstadt sind nicht ausreichend. Wie sollen sich alle Menschen aus Köln in nur fünf Praxen impfen lassen?“ Sie wünsche sich, „dass alle Hausärzte in Köln in ihren Praxen impfen dürfen“. An dieser Stelle beenden wir den Live-Ticker.

Corona-PK: Köln stellt ab Montag ein breites Angebot für Schnelltests zur Verfügung.

Update vom 5. März, 14:00 Uhr: Dr. Johannes Nießen: „Köln stellt ab Montag ein breites Angebot für Schnelltests zur Verfügung.“ Köln rechne mit rund 20.000 Testungen am Tag, aber dafür brauche man etwas Geduld. Weitere Details sollen diesbezüglich folgen.

Laut Dr. Miller habe die Ablehnung gegen den Astrazeneca-Impfstoff in Köln abgenommen. „Wir sehen mit Freude, dass die 700 Termine pro Tag mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff auch genutzt werden.“

Corona-PK: Rund 72.000 Menschen in Köln bereits gegen Coronavirus geimpft

Update vom 5. März, 13:52 Uhr: Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes: „Rund 72.000 Impfdosen in Köln bereits verimpft.“

Dr. Christian Miller, Leiter der Berufsfeuerwehr: „Derzeit befinden sich in Köln 174 Covid-19-Patienten im Krankenhaus. Davon befinden sich 43 Patienten auf Intensivstationen, 32 davon müssen beatmet werden.“ Auch hier präge mittlerweile die britische Mutation das Bild.

OB Reker: „Einzelhandel und Gastronomie brauchen eine Perspektive trotz steigender Inzidenz“

Update vom 5. März, 13:46 Uhr: Reker: „Einzelhandel und Gastronomie brauchen eine Perspektive, mit der sie trotz steigender Inzidenzen offen bleiben können.“ Sie betont, dass das Impfen weiterhin das „wichtigste Instrument“ in der Corona-Bekämpfung sei. „Die Hausärzte müssten so schnell wie möglich in den Impfvorgang eingebunden werden. Meine Erwartung an Land und Bund ist, dass wir das bisherige Impftempo weiter ausbauen“, so Reker.

In Köln wird auch am Montag gelockert. Die Museen der Stadt können unter Auflagen in der nächsten Woche öffnen. Aber Reker kritisiert auch einen wichtigen Punkt der neuen Coronaschutzverordnung: „Ich sehe mit Skepsis, dass keine regionalen Unterschiede gemacht werden.“

OB Reker: Köln lockert ab Montag die Corona-Maßnahmen – „Druck der Bevölkerung war nicht mehr auszuhalten“

Update vom 5. März, 13:35 Uhr: Jetzt spricht OB Reker zur Corona-Lage in Köln: „Die Lage in Köln ist vergleichbar mit der Lage in anderen Millionenstädten. Die mussten nämlich zuletzt alle eine steigende Inzidenz verzeichnen. Wir haben keinen negativen Trend mehr, sondern einen stagnierenden.“ Die Lage auf den Kölner Intensivstationen sei etwas entspannter, mit rund zehn Prozent freien Betten.

Alle 88 Pflegeeinrichtungen seien inzwischen mit der Erstimpfung versorgt und fast alle Einrichtungen haben auch die zweite Dosis erhalten. Das sei „ein wichtiger Schritt in der Pandemiebekämpfung“, so Reker. Die stagnierenden Zahlen lassen sich laut Reker auf die britische Mutation zurückführen. Mittlerweile seien 50 bis 60 Prozent aller Infektionen in Köln Corona-Fälle mit der britischen Mutation. „Diejenigen auf der Intensivstation haben fast ausschließlich die britische Mutante.“

Reker: „Ich halte die Öffnungsperspektive, die wir seit Mittwoch haben für unausweichlich. Der Druck der Bevölkerung war nicht mehr auszuhalten. Maßnahmen, die nicht mehr angenommen werden, machen wenig Sinn. Schnell und Selbsttests werden zur Regel, daran müssen wir uns alle gewöhnen.“ Das am Mittwoch verkündete Angebot von einem Test pro Woche pro Person hält Reker für nicht ausreichend.

OB Reker über die aktuelle Corona-Lage in Köln – Pressekonferenz ab 13:30 Uhr live

Erstmeldung vom 5. März, 10:54 Uhr: Köln – Beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten auf einen mehrstufigen Lockerungsplan der Corona-Maßnahmen, abhängig von Inzidenzwerten, für die nächsten Wochen. Was bedeutet das für die aktuelle Situation in Köln, wo die Wocheninzidenz seit mehreren Tagen im 70er-Bereich stagniert?

Über die aktuelle Situation in Köln berät aktuell der Krisenstab der Stadt mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Am Freitag (5. März) werden die Ergebnisse der Sitzung in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. 24RHEIN berichtet live ab 13:30 Uhr. Neben Reker werden auch Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes, und Dr. Christian Miller, Leiter der Berufsfeuerwehr, über die Lage in Köln sprechen.

Köln: OB Reker freut sich „dass es eine Öffnungsperspektive gibt“

Bereits in den vergangenen Wochen hat die Stadt Köln mit strengeren Regeln auf das Infektionsgeschehen und die zuletzt wieder stagnierenden Corona-Zahlen in der Domstadt reagiert. So gilt mittlerweile eine verschärfte Maskenpflicht in einigen Parks, unter anderem am Aachener Weiher und im Volksgarten. Dort darf die Maske nur noch zum Essen oder Trinken, aber dafür nicht zum Rauchen abgenommen werden. Auch Straßenkünstler dürfen nur noch unter besonderer zeitlicher Einschränkung auftreten.

Dennoch begrüßte OB Reker am Donnerstag (4. März) die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels. „Ich finde es zunächst mal gut, dass es überhaupt eine Öffnungsperspektive gibt. Das ist das, worauf wir alle gewartet haben und was uns alle durchhalten lässt: Dass man ein Ziel erkennen kann“, sagte die 64-Jährige in einem Interview mit dem Radiosender WDR 5. (bs)

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