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Corona in Köln: Inzidenz über 400 – Urlauber und Skifahrer treiben Zahlen hoch

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Von: Nina Büchs

Menschen gehen durch den Rheinauhafen in Köln spazieren.
In Köln ist die Inzidenz wieder stark angestiegen – das Gesundheitsamt erklärt, was zu den hohen Werten geführt hat. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Coronavirus: In Köln ist die Inzidenz mit 421,9 wieder stark angestiegen. Doch warum steigen die Corona-Zahlen? Das Gesundheitsamt gibt Antworten.

Köln – Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte es angekündigt – nun ist seine Befürchtung eingetreten. Denn die Omikron-Welle nimmt Anfang Januar an Fahrt auf – auch in Köln ist die Virus-Variante inzwischen vorherrschend, so das Gesundheitsamt auf Nachfrage von 24RHEIN. Wie angespannt die Lage in der Domstadt ist, zeigt auch die 7-Tage-Inzidenz. Laut dem Robert-Koch-Institut liegt der Wert aktuell bei 421,9. Damit hat die Stadt Köln bei der Inzidenz einen neuen Höchstwert erreicht. 24RHEIN erklärt, was der Grund für die hohen Zahlen in Köln ist.

Coronavirus in Köln: So hat sich die Inzidenz entwickelt

Dienstag, 11. Januar421,9
Montag, 10. Januar370,6
Sonntag, 9. Januar382,6
Samstag, 8. Januar407,4
Freitag, 7. Januar405,4
Donnerstag, 6. Januar394,7
Mittwoch, 5. Januar254,3
Dienstag, 4. Januar267,7

Corona NRW: Inzidenz in Köln angestiegen

Wie schnell sich die Corona-Lage in Köln ändern kann, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Inzidenzwerte: Noch am Dienstag, 4. Januar, lag die Inzidenz in Köln bei 267,7 – eine Woche später ist der Wert nun auf 421,9 gestiegen. Noch höhere Werte gibt es aktuell übrigens in den NRW-Städten Düsseldorf (674,9), Dortmund (532,8), Wuppertal (652,1), Solingen (612,5) und Leverkusen (515,5). Landesweit liegt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen aktuell bei 381,7.

Die Zahlen steigen derzeit in vielen Städten und Kreisen von NRW stark an, insgesamt wurden innerhalb von 24 Stunden landesweit 10.897 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit traten fast ein Viertel aller bundesweit neu registrierten Erkrankungen in NRW auf. 

Köln: Ski-Urlauber aus Österreich und der Schweiz treiben Zahlen in die Höhe

Ob die Inzidenz in Köln in den nächsten Tagen weiter ansteigen wird, bleibt abzuwarten. Die Lage ist dort nun wieder sehr angespannt, so wurden laut der Stadt aktuell 1.107 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet (Stand: 11. Januar). Doch worauf sind die hohen Zahlen in Köln eigentlich zurückzuführen? Und wie hat sich die Omikron-Variante in der Stadt inzwischen ausgebreitet?

„Nach Auskunft der Kölner Labore ist bereits die überwiegende Zahl der Neuinfektionen der hochansteckenden Omikron-Variante zuzuordnen“, so das Gesundheitsamt Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. Der Anstieg der Inzidenz sei unter anderem auf die zunehmende Anzahl von Reiserückkehrern zurückzuführen. Dies hänge mit der Ferienzeit zusammen. Die Reisenden waren zum Beispiel aus Ski-Gebieten in Österreich und der Schweiz nach Köln zurückgekehrt, so das Gesundheitsamt. Doch außergewöhnlich seien die steigenden Fallzahlen in Köln nicht – „sie liegen insgesamt im Landes- und Bundestrend“, so die Einordnung der Behörde.

Coronavirus Köln: In diesem Stadtteil ist die Inzidenz am höchsten

Einmal pro Woche zeigt die Stadt in einer Statistik, in welchen Kölner Stadtteilen die Inzidenz derzeit am höchsten ist. Zuletzt standen die Werte in Volkhoven/Weiler, Hahnwald und Ossendorf an der Spitze (Stand: 5. Januar). Doch die Lage kann sich schnell ändern. Denn noch in der Woche zuvor wurden ganz andere Stadtteile als Corona-Hotspots ausgezeichnet. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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