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Köln: Falschgeld im Darknet gekauft? Polizisten durchsuchen rund 30 Wohnungen

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Merhere Bündel Falschgeld (gefälschte 100-Euro-Scheine)
In ganz Deutschland waren Polizei Köln und das BKA auf der Suche nach Falschgeld-Käufern aus dem Darknet. © Federico Gambarini

Bei einer großen Razzia in elf Bundesländern sind der Polizei Köln und dem BKA fast 30 Tatverdächtige ins Netz gegangen. Sie sollen Falschgeld im Darknet erworben haben.

Köln ‒ Im Auftrag der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) vollstreckten im Juli 2021 Polizeikräfte sechs Durchsuchungsbeschlüsse und zwei Haftbefehle des Amtsgerichts Köln in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Geldfälschung . Den beiden Beschuldigten wird vorgeworfen, Falschgeld hergestellt und im Darknet verkauft zu haben. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel durch die Polizei Köln und das Bundeskriminalamt ergab Hinweise auf die Identität der Ankäufer.

Falschgeld im Darknet gekauft? Mehr als 160 Polizistinnen und Polizisten durchsuchen fast 30 Wohnungen

Das Darknet ‒ Was ist das eigentlich, und wie komme ich dorthin?

Das Darknet ist ein versteckter Teil des Internets – unsichtbar für alle, die mit einem Standard-Browser unterwegs sind. Um Seiten im Darknet aufzurufen, benötigen Sie eine besondere Software, die Ihnen Zugang zum Tor-Netzwerk bietet, in dem das Darknet läuft. Dafür verwenden die meisten den sogenannten Tor-Browser. Während Kommunikation im normalen, „offenen“ Internet zurückverfolgbar ist, sorgen Anwendungen wie der Tor-Browser dafür, dass man im Darknet anonym bleibt. Der Datenverkehr wird verschlüsselt und über mehrere Rechner umgeleitet. Um eine Seite im Darknet zu finden, müssen Sie spezielle Suchmaschinen verwenden, da Google und Co. hier nicht funktionieren.

Quelle: gdata.de

Am heutigen Vormittag (20. Januar) haben mehr als 160 Polizistinnen und Polizisten bei einem bundesweiten Einsatz gegen mutmaßliche Ankäufer von Falschgeld zeitgleich 29 Privatwohnungen in elf Bundesländern, unter anderem in NRW, durchsucht. Die Maßnahmen wurden durch die Polizei Köln und das Bundeskriminalamt koordiniert. Den 27 Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 40 Jahren wird vorgeworfen, über das Darknet oder verschlüsselte Messengerdienste Falschgeld von den Beschuldigten im Ursprungsverfahren erworben zu haben. Die Ermittler stellten umfangreiches Beweismaterial und Datenträger sicher.

Köln: Polizei Köln führte Durchsuchungen durch ‒ Ermittelungen dauern derzeit noch an

Die Durchsuchungen im Rahmen des bundesweiten Aktionstages wegen des Verdachts der Geldfälschung erfolgten im Auftrag der ZAC NRW. Die Verfahren gegen Beschuldigte mit Wohnsitz in Hessen und Bayern wurden zuvor durch die dortigen Cybercrime-Zentralstellen ZIT und ZCB übernommen. Die weiteren Ermittlungen dauern derzeit noch an. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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