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Köln: Durchsuchungen bei Rechtsextremisten – Verdacht auf Bombenbau

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Von: Johanna Werning

Ein Polizist geht mit einem Sprengstoffspürhund zu einem Wohnhaus.
Bei einer Razzia in Köln ist auch das SEK im Einsatz (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Am frühen Donnerstag durchsuchte die Polizei die Wohnungen von Rechtsextremisten in Köln. Auch das SEK und der Staatsschutz sind im Einsatz.

Köln – Seit den frühen Morgenstunden laufen am Donnerstag, 16. Dezember, in Köln mehrere Durchsuchungen. Das bestätigt die Polizei auf Nachfrage von 24RHEIN. „Es werden mehrere Objekte durchsucht, unter anderem in der Hartwichstraße in Köln-Nippes“. Teilweise ist das SEK im Einsatz. Der Verdacht: Materialbeschaffung für einen Bombenbau. Vier Männer wurden festgenommen.

Razzia in Köln: Verdacht auf Bombenbau – SEK und Staatsschutz vor Ort

Die genauen Hintergründe des Polizeieinsatzes waren zunächst noch nicht bekannt. Es habe sich um einen „Gefährdungssachverhalt“, gehandelt, berichtete die dpa. „Es gab den Verdacht, dass sich jemand Grundstoffe für die Herstellung von USBV – also unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen – organisiert“, sagte der Polizeisprecher.

Am Mittag nennt die Polizei Köln dann die ersten Hintergründe: „Seit dem frühen Donnerstagmorgen durchsucht der Staatsschutz der Polizei Köln mit Spezialkräften und Sprengstoffspürhunden die Wohnungen von vier Männern, die zum Teil der rechtsextremen Szene zugerechnet werden.“

Razzia in Köln: Verdacht auf Bombenbau – vier Festnahmen

Alle vier Tatverdächtigen wurden festgenommen. Es besteht der Verdacht, dass die Männer Substanzen zum Bau einer Sprengstoffvorrichtung gekauft haben. Durchsucht wurden die Wohnungen der Männer (36, 37, 37, 53) in Nippes, Holweide und Mülheim. Neben den Grundstoffen für Sprengstoffmittel stellten die Polizeikräfte auch „Böller“ sicher. Diese werden nun vom Landeskriminalamt untersucht.

Sichergestellte Mobiltelefone und Datenträger werden beim Staatsschutz in Köln ausgewertet. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte auch Betäubungsmittel in „nicht geringer Menge“. Die vier Festgenommenen sollen im Zusammenhang mit den Drogenfunden einem Haftrichter vorgeführt werden. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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