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Fähre steckte tagelang auf Rhein fest – wegen Bäumen, Pflanzenresten und Mül

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Von: Johanna Werning

Die Fähre „Fritz Middelanis“ steht am Anleger.
Die Fähre „Fritz Middelanis“ steckt fest (Archivbild) © HGK

Auf dem Rhein steckte eine Fähre zwischen Köln und Leverkusen mehrere Tage fest. Ein Spezialschiff musste anrücken. Es sind weiterhin Einschränkungen möglich.

Update vom 19. Januar 2023: Mehrere Tage war der Fährbetrieb der „Fritz Middelanis“ komplett eingestellt: eine Fahrt über den Rhein von Köln nach Leverkusen war nicht möglich. Denn das Schiff war komplett von Treibgut umschlossen, erklärt die HGK. Der Kapitän der Fähre „hat dann probiert, die Fähre freizufahren, was jedoch nicht möglich war“, hieß es am letzten Freitag.

Es musste erst ein Spezialschiff kommen und den „angeschwemmten Teppich aus Bäumen, Pflanzenresten und Müll“ beseitigen. Das dauerte jedoch mehrere Tage. Erst jetzt ist die Fähre „Fritz Middelanis“ wieder betriebsbereit. Am Donnerstagmorgen teilt die HGK mit: „Fähre in Betrieb“.

Allerdings sind Abweichungen des Fährplans weiterhin möglich. „Denn die Sicherheit unserer Passagiere, des Personals und der transportierten Fahrzeuge hat absoluten Vorrang“, so Norbert DiRaimondo, Geschäftsführer der „Rheinfähre Köln-Langel / Hitdorf GmbH“, zuletzt. Aufgrund des Hochwassers und des trockenen Sommers gibt es aktuell enormes Treibgut im Rhein. Darum sei es auch weiterhin möglich, dass es Anpassung bei den Fähr-Zeiten gibt.

Fähre steckt auf Rhein fest – Betrieb weiterhin eingestellt

Aktualisierte Erstmeldung vom 13. Januar: Köln – Beinahe jeden Tag und fahrplanmäßig alle 20 Minuten fährt die „Fritz Middelanis“ zwischen Köln-Langel und Leverkusen – eigentlich. Denn aktuell ist der Fährbetrieb der HGK bereits seit Tagen eingestellt. „Die massiven Regenfälle der vergangenen Tage haben zu einem schnellen Anstieg des Rheinpegel geführt. Das hat auch zur Folge, dass der Fluss aktuell eine größere Menge Treibgut mit sich führt“, erklärt das Unternehmen. Aktuell wird die Fähre von einem „angeschwemmten Teppich aus Bäumen, Pflanzenresten und Müll“ umringt. Die Weiterfahrt: nicht möglich.

„Situation ist auch für uns neu“: Fährbetrieb in Köln eingestellt

 Der Fährbetrieb der „Fritz Middelanis“ zwischen Langel und Leverkusen bleibt weiterhin eingestellt – wahrscheinlich bis Mittwoch.

 Die Fähre steckt – umringt von Treibgut – fest. Ein Spezialschiff muss den „angeschwemmten Teppich“ erst beseitigen.

 Danach muss überprüft werden, ob der Fährbetrieb trotz Treibgut im Kölner Rhein möglich ist.

Fähre „Fritz Middelanis“ in Köln steckt fest – „Fahrzeug komplett von Treibgut umschlossen“

„Diese Situation ist auch für unser Personal neu. Als der zuständige Fährführer heute um 5:30 Uhr seine Morgenschicht beginnen wollte, war das Fahrzeug komplett von Treibgut umschlossen. Er hat dann probiert, die Fähre freizufahren, was jedoch nicht möglich war“, erklärt Norbert Di Raimondo, Geschäftsführer der „Rheinfähre Köln-Langel / Hitdorf GmbH“, am Freitag.

Aus Sicherheitsgründen musste der Versuch gestoppt werden. Denn „weitere Versuche hätten eine Beschädigung der Antriebssysteme zur Folge haben können“, so Di Raimondo weiter. Sogar ein Spezialschiff wurde angefordert.

Fährbetrieb in Köln eingestellt – Spezialschiff muss ausrücken

Denn das Treibgut löst sich laut HGK wohl nicht von selbst. Das angeforderte Spezialschiff der „Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes“ muss daher ausrücken und Bäume, Pflanzenreste und Müll beseitigen. Doch auch hier gibt es ein Problem. Denn nicht nur in Köln gibt es aufgrund des Hochwassers aktuell viel Treibgut im Rhein.

Derzeit werden noch große Treibgutmengen aus Zuläufen des Rheins – beispielsweise der Ahr – erwartet. Darum steht das Spezialschiff „kurzfristig nicht im Kölner Bereich zur Verfügung“, so die HGK.

Fähre steckt auf Rhein fest – Spezialschiff kommt wohl am Dienstag

Eigentlich hoffte man, dass das Spezialschiff bis Montag da ist und der Fährbetrieb dann wieder starten kann. Doch das ist nicht der Fall. Das Schiff der „Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes“ ist noch nicht in Köln angekommen ist, so ein Pressesprecher der HGK am Montag gegenüber 24RHEIN.

Bis dahin bleibt der Fährbetrieb eingestellt. „Wir gehen aktuell davon aus, dass das Schiff im Laufe des Dienstags ankommt.“ Ab Mittwoch sei ein Betrieb dann wohl wieder möglich – zumindest mit Einschränkungen.

Fähre steckt auf Rhein fest – Einschränkungen auch nach Befreiung möglich

„Denn die Sicherheit unserer Passagiere, des Personals und der transportierten Fahrzeuge hat absoluten Vorrang“, so Norbert DiRaimondo. Darum sei es dann auch möglich, dass es Anpassung bei den Zeiten gibt. Dass die Fähre in der Dunkelheit fährt, sei wohl zu gefährlich. Genaue Details gibt es am Montagnachmittag aber noch nicht. (jw) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wurde zuletzt am 16. Januar inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Fährbetrieb weiterhin eingestellt.

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