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Lebensgefahr: Warum schwimmen im Rhein so gefährlich ist

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Von: Johanna Werning

Die Stadt und die Feuerwehr warnen vorm Schwimmen im Rhein in Köln. Jedes Jahr ertrinken Menschen im Rhein – auch, weil sie die Gefahren unterschätzen.

Köln – Ob an den Poller Wiesen oder der Kölschen Riviera in Köln-Rodenkirchen – gerade in den Sommermonaten zieht es die Kölnerinnen und Kölner vermehrt zum Kölner Rhein. Immerhin lässt sich die Sommerhitze hier besonders gut ertragen. Dabei dürfte der ein oder andere wieder eine Abkühlung im kühlen Nass suchen. Doch Vorsicht: Das Schwimmen im Kölner Rhein ist zwar nicht grundsätzlich verboten, allerdings besteht absolute Lebensgefahr.

Köln: Schwimmen im Rhein – darum ist das Baden so gefährlich

Links: Ein Schild „Nicht Baden – Gefährliche Strömung – Lebensgefahr!“ warnt vor Gefahren. Rechts: Personen mit Liegestühlen sonnen sich am Rheinufer in den Poller Auen in Köln.
Die Feuerwehr Köln warnt vorm Schwimmen im Rhein (IDZRW-Montage) ©  Carsten Rehder/Imago & Ralph Peters/Imago

„Die Stadt Köln warnt jedoch eindringlich vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein. Jedes Jahr ertrinken mehrere Menschen im Rhein, weil sie die Gefahren unterschätzen“, sagt die Stadt. „Bei gefährlichen Strömungen wirkt der Sog so stark, dass er selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer bis auf den Grund zieht. Diese Strömungen sind unberechenbar und meist nicht zu erkennen.“ Die möglichen Folgen: Knochenbrüche, Unterkühlung, Herz-Kreislauf-Störungen – und im schlimmsten Fall Ertrinken.  

Auch die minutenschnelle Ebbe und Flut sind lebensgefährlich, so die Stadt Köln. Die Erklärung: Wenn große Schiffe in Richtung Bonn fahren, saugen sie das Wasser vor ihnen an. In Ufernähe sinkt dann der Wasserpegel. „Badende lassen sich durch die kurzfristige ‚Ebbe‘ dazu verleiten, weiter ins Wasser zu gehen. Sobald jedoch das Schiff vorbeigefahren ist, kommt die ‚Flut‘ mit unerwarteter Kraft und reißt selbst Erwachsene in die Hauptströmung.“

Feuerwehr Köln warnt: „Nicht im Rhein baden“

Und auch die Feuerwehr Köln warnt: „Uns steht ein langes und heißes Wochenende bevor, Wetter, das nach Abkühlung verlangt – aber bitte, geht nur an bewachten und freigegebenen Badestellen schwimmen. Und nicht im Rhein baden“, heißt es in einem Facebook-Post. Denn beim Schwimmen im Rhein besteht „Lebensgefahr“. Zusätzlich gibt die Feuerwehr folgende Verhaltenstipps.

Köln: Baden im Rhein? „Lebensgefahr“ – Feuerwehr warnt

► Auch, wenn es verlockend ist, geht nicht im Rhein oder in anderen ungesicherten Gewässern schwimmen – LEBENSGEFAHR!

► Wenn Ihr eine Person im Rhein entdeckt: Wählt sofort die 112 und beschreibt unseren Kolleg*innen so genau wie möglich, wo sich die Person befindet!

► Springt nicht selbst in den Rhein, um eine Person retten zu wollen! Rettungsversuche enden oft leider tödlich. Wählt stattdessen den Notruf 112.

► Falls ihr im Rhein doch in Not geratet: Das Ankämpfen gegen die Strömung ist sinnlos und kraftraubend! Versucht, mit der Strömung ans Ufer zu schwimmen und durch lautes Rufen auf Euch aufmerksam zu machen!

► Kurz: Nur an gesicherten Badestellen schwimmen, denn wir können es nicht oft genug sagen: Nicht. Im. Rhein. Schwimmen.

Quelle: Feuerwehr Köln

„Die Gefahr beim Baden wird noch immer unterschätzt. Unvorhersehbare Strömungen, das Überschätzen der eigenen Schwimmfähigkeiten und falsches Verhalten im und am Wasser führen immer wieder zu tragischen Unfällen“, appelliert Dr. Christian Miller, Leiter der Kölner Feuerwehr. „Deshalb mein Aufruf: Achten Sie bitte auf sich und andere, schwimmen Sie nicht im Rhein und nutzen Sie möglichst bewachte Badestellen oder Freibäder“ in Köln. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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