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RheinEnergie senkt Strompreise um rund 25 Prozent – doch nicht für alle

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Von: Nina Büchs

RheinEnergie ist ein Energieversorger in der rheinischen Region um Köln
Der Energielieferant RheinEnergie senkt zum 14. Januar die Preise für den Grundversorgungstarif. (Symbolbild) © IMAGO / Steinach

Der Stromversorger RheinEnergie senkt zum 14. Januar die Preise für den Grundversorgungstarif. Doch nicht alle Kunden profitieren davon.

Köln – Gute Nachrichten für Haushalte in und um Köln: RheinEnergie wird den Grundversorgungstarif für Strom zum 14. Januar 2022 deutlich senken. Zuletzt hatte der Kölner Konzern die Preise zum 1. Januar 2022 auf 72,80 Cent brutto pro Kilowattstunde erhöht. Nun müssen Verbraucher knapp 25 Prozent weniger zahlen – nämlich 54,80 Cent brutto. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag, 12. Januar 2022 mit. Von der Preissenkung betroffen sind jedoch nur manche Kunden.

RheinEnergie bliefert Haushalte mit Strom und Gas: Was bedeutet Grundversorgung?

Gebäude in Deutschland, die an das Netz angeschlossen sind, werden automatisch mit Erdgas oder Strom versorgt. Das heißt: Wenn man den Lichtschalter drückt, fließt Strom. Wenn Mieter dann ihre Wohnung wechseln, haben sie sechs Wochen Zeit, sich für einen neuen Energieversorger zu entscheiden. Passiert dies nicht und wird auch kein Vertrag bei der RheinEnergie abgeschlossen, gilt automatisch die Grundversorgung. Menschen, die im Versorgungsgebiet der RheinEnergie liegen, werden damit dann automatisch Kunde des Unternehmens. Der Tarif lohnt sich finanziell meist nur dann, wenn Kunden nur sehr wenig Strom verbrauchen.

Köln: RheinEnergie senkt Strompreise um rund 25 Prozent – doch nicht alle Kunden profitieren davon

„Alle Neukunden, die ab dem 1. Januar 2022 in die Grundversorgung bei der RheinEnergie eingetreten sind, erhalten den gesenkten Preis automatisch“, so das Unternehmen. Kunden, die zwischen dem 16. Dezember und dem 31. Dezember als Neukunden hinzukamen, bleiben bis auf Weiteres in den jeweiligen niedrigeren Grundversorgungspreisen, heißt es weiter. Die Preise und Tarife sind auf der Website des Unternehmens einsehbar.

Keine Preissenkung erhalten dagegen Bestandskunden, die vor dem 16. Dezember bei der RheinEnergie einen Grundversorgungs- oder Wahltarif abgeschlossen haben. Im Gegensatz zum Grundversorgungstarif bleiben die jeweiligen Grundpreise jedoch unverändert, so das Unternehmen weiter. „Diese bleiben bei den seit April 2020 geltenden Preisen“, heißt es. Übrigens stehen allen Kundinnen und Kunden ab dem 14. Januar 2022 zwei Waltarife zu Konditionen der aktuellen Grundversorgung zur Verfügung.

Köln: RheinEnergie senkt Preise – zum Jahreswechsel wurden Stromkosten um fast 500 Prozent angehoben

Große Turbulenzen am Energiemarkt gab es erst zum Jahreswechsel 2021/2022. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Stromkosten um zeitweise fast 500 Prozent angehoben – Grund für die Preisexplosion war die massive Verteuerung von Strom an den Energiebörsen. RheinEnergie war deshalb dazu gezwungen, die Grundversorgungspreise für Neukunden zu erhöhen.

Die Preisexplosion kam deshalb zustande, da eine unerwartet hohe Zahl von Kunden, die von anderen Energieversorgern wegen Lieferschwierigkeiten gekündigt worden war, ersatzweise für drei Monate von RheinEnergie mit Strom versorgt werden mussten. „Für diese Kundengruppe musste die RheinEnergie kurzfristig zu den aktuell teuren Konditionen Energie nachkaufen und auch berechnen, um einerseits ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen und andererseits wirtschaftliche Schäden zu vermeiden“, so das Unternehmen. Auf Bestandskunden hatten die Preisturbulenzen keine Auswirkung. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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