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Impfpass-Fälschungen! 70 Wohnungen in Köln und Umland durchsucht

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Zwei bewaffnete Polizisten stehen vor einem Hauseingang, der abgesperrt worden ist.
Die Razzia lief im ganzen Rheinland. (Symbolbild) © Tim Oelbermann/Imago

Im Rheinland hat es wegen eines Corona-Betruges eine Großrazzia gegeben. 70 Wohnungen wurden von Polizisten der Kölner Polizei durchsucht. Es gab eine Hauptverdächtige.

Köln – Am Dienstagmorgen (8. März) haben im Rheinland rund 260 Polizisten 70 Wohnungen und eine Firma wegen gefälschter Impfpässe durchsucht. Hauptsächlich richteten sich die Ermittlungen gegen eine Arzthelferin, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mitteilten. Ihre Privatwohnung sei ebenfalls durchsucht worden. Neben Köln, lief die Razzia auch in Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis, Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis.

Köln/Rheinland: Große Funde bei Impfpass-Razzia – keine Festnahmen

Laut Polizei seien in verschiedenen Objekten mehr als 50 mutmaßlich gefälschte Impfpässe sichergestellt worden. Außerdem entdeckten Beamte auch „unterschiedliche Utensilien zur Herstellung von unechten Gesundheitszeugnissen“, erklärte ein Sprecher. Die Mobiltelefone wurden als Beweismittel beschlagnahmt.

In einer Firma in Frechen wurden zudem Silberbarren und -münzen im Wert von mehr als 40.000 Euro sowie etwa 60.000 Euro Bargeld sichergestellt. Laut Polizei wird der Inhaber verdächtigt, Impfausweise gefälscht und mit diesen gehandelt zu haben. Nun wird geprüft, ob das aufgefundene Silber und Bargeld etwas mit dem Corona-Betrug zu tun haben. Festnahmen hat es derweil nicht gegeben. Im Vorfeld der Aktion waren aber auch keine Haftbefehle beantragt worden.

Impfpass-Razzia Köln/Rheinland: 77 Beschuldigte im Visier der Behörden

Neben der Arzthelferin wird auch gegen 59 potenzielle Abnehmer ermittelt. Darüber hinaus wird in 15 weiteren Verfahren ermittelt, in denen unter anderem unechte Impfausweise in Apotheken oder dem Arbeitgeber zur Digitalisierung vorgelegt worden sein sollen. Insgesamt seien 77 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 74 Jahren im Visier der Behörden.

Die Ermittlungsgruppe „Stempel“ hatte bereits vor drei Wochen eine größere Durchsuchungsaktion gestartet. Damals waren gut 200 Polizisten im Einsatz und insgesamt 40 Wohnungen durchsucht worden. (os mit ots/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wurde am 8. März um 14:17 Uhr inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Details zu Polizei-Funden ergänzt.

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