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Köln: Fahrrad-Demo am Freitag abgesagt – wegen Unwettergefahr

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Von: Johanna Werning

Links: Ein Geisterrad ist an einer Straßenkreuzung aufgestellt worden. Rechts: Ein Mann fährt im Rahmen einer Gedenkfahrt mit einem Fahrrad.
Beim „Ride of Silence“ werden in Köln zwei neue Geisterräder aufgestellt (IDZRW-Montage) ©  snapshot/Imago & Steinach/Imago

In Köln sollte am Freitag, 20. Mai, der „Ride of Silence“ stattfinden, doch aufgrund des Unwetters muss die ADFC-Veranstaltung verschoben werden.

Köln – Sie stehen in Köln überall – ob an der Venloer Straße in Ehrenfeld, am Volksgarten im Kölner Süden oder am Auenweg in Mülheim. Die Rede ist von Geisterrädern. Weiß lackierte Fahrräder, die Mahnmal und Erinnerungsort zugleich sind. Denn an der Stelle ist ein Radfahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen. Am Freitag, 20. Mai, kommen zwei weitere Geisterräder in Köln dazu.

Köln: Fahrrad-Demo am Freitag abgesagt – wegen Unwettergefahr

Der „Ride of Silence“ am Freitagabend wurde abgesagt. „Schweren Herzens sagen wir den Ride of Silence heute aufgrund der unsicheren Wetterlage ab und verschieben ihn auf den Samstag, 28.05.2022 um 19 Uhr an der Agneskirche.“ Das teilt der ADFC, Veranstalter des Geisterzuges auf Twitter mit.

„Ride of Silence“ in Köln: In Nippes und Klettenberg werden weitere Geisterräder aufgestellt

Aufgestellt werden die Geisterräder im Rahmen einer stillen Gedenkfahrt. Organisiert wird der sogenannte „Ride of Silence“ vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Kreisverband Köln e. V., kurz ADFC. In den USA fand die Fahrt zum ersten Mal 2003 statt. In Köln findet die Tour zum sechsten Mal statt. Gestartet wird in diesem Jahr um 18:30 Uhr auf dem Platz vor der Agneskirche (Neusser Platz 18, 50670 Köln).

Von dort ziehen die Teilnehmer der stillen Fahrad-Gedenkfahrt durch Köln und stellen zwei neue Geisterräder in den Stadtbezirken Köln-Nippes und Köln-Lindenthal auf. Genauer gesagt in den Stadtteilen Nippes und Klettenberg. „Das Ende ist gegen 21 Uhr im Volksgarten geplant. Es wäre schön, wenn sich viele Radfahrende anschließen und sich nach Möglichkeit weiß kleiden“, so der ADFC Köln.

Geisterräder in Köln: Am 20. Mai werden zwei weitere Geisterräder aufgestellt.

► Im Rahmen des „Ride of Silence“ werden am 20. Mai zwei Geisterräder in Köln aufgestellt. Sie erinnern an zwei Frauen, die im Kölner Straßenverkehr auf dem Rad ums Leben gekommen sind.

Geisterrad in Köln-Nippes: An der Kreuzung Kempener Straße/Etzelstraße ist eine Radfahrerin ums Leben gekommen. Die 78-Jährige kollidierte am 30. Juni 2020 mit einer anderen Radfahrerin. Am 15. Juli 2020 starb sie an ihren Verletzungen.

Geisterrad in Köln-Klettenberg: An der Kreuzung Klettenberggürtel/Luxemburger Straße ist eine Radfahrerin ums Leben gekommen. Die 81-Jährige wurde am 23. Juli 2021 von einer geöffneten Tür eines parkenden Autos getroffen. Sie ist kurz darauf im Krankenhaus verstorben.

Köln: Fahrrad-Demo „Ride of Silence“ am 20. Mai – Polizei unterstützt „tolle Aktion“

Damit die „Ride of Silence“-Teilnehmer bei ihrer stillen Fahrrad-Demo sicher durch Köln kommen, werden sie von der Polizei Köln begleitet. Auf Twitter äußert sich die Polizei positiv zur Aktion: „Eine tolle Aktion des ADFCKoeln. Sie lenkt nötige Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema. Die beiden Unfälle und ihre Folgen beschäftigen auch unsere Kolleginnen und Kollegen noch heute“, heißt es. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wurde zuletzt am 20. Mai aktualisiert. Fahrrad-Demo wegen Unwetter abgesagt.

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