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Köln: Corona-Belastung zu hoch – Grundschulen hissen die „Weiße Fahne“

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Von: Mick Oberbusch

Grundschüler mit Maske im Unterricht
Schülerinnen und Schüler in Kölner Grundschulen müssen im Unterricht aktuell wieder Masken tragen (Symbolbild). © Georges Schneider/Imago

Die Corona-Pandemie stellt auch Kölner Grundschulen vor große Herausforderungen. Deshalb haben etliche Grundschulen in der Stadt eine besondere Aktion gestartet.

Köln – Für die Schülerinnen und Schüler in NRW und somit auch in Köln hieß es heute noch einmal Durchhalten, bevor es in die zweiwöchigen Weihnachtsferien geht und sie erst wieder im Januar die Schule besuchen müssen. Durchhalten ist auch für Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter und sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kölner Grundschulen nötig – bereits seit dem Frühjahr 2020 leiden die Lern-Einrichtungen unter der Corona-Pandemie.

Aktion „Weiße Fahne“: Grundschulen in Köln brauchen „dringend Entlastung“

Der Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht, die aufwendigen Pooltestungen der Kinder, bei denen die Ergebnisse lange auf sich warten ließen, und die Kontaktnachverfolgung im Falle eines positiven Ergebnisses – das bedeutet großen Stress für das personell ohnehin taumelnde Kölner Grundschulwesen. Zudem sorgte das Thema Maskenpflicht an Schulen für viele Diskussionen, aktuell müssen Schülerinnen und Schüler dort wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Unter anderem deshalb haben sich nun über 60 Kölner Schulen zusammengeschlossen, um im Rahmen einer besonderen Aktion die „Weiße Fahne“ zu zeigen.

Aktion „Weiße Fahne“ – Was ist das?

Durch das Hissen von weißen Flaggen oder Bettlaken heraus aus den Schulfenstern wollen Kölner Grundschulen auf ihre enorme Belastung in Zeiten der Corona-Pandemie aufmerksam machen.

Pooltestungen, der Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht sowie die Kontaktnachverfolgung von positiven Testergebnissen stellen das Schulpersonal vor große Herausforderungen.

Durch die Aktion wollen die Schulen auf ihr Bedürfnis nach Entlastung hinweisen

„Wir wollten am Jahresende einfach mal öffentlich darauf aufmerksam machen, dass wir nach zwei Jahren Pandemiemanagement an unsere Grenzen gekommen sind“, erklärt Johanna Schubert, Leiterin der Montessori-Grundschule in der Gilbachstraße (Neustadt-Nord) und Initiatiorin der Aktion, gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Dabei hängen die Grundschulen weiße Flaggen oder Laken aus ihren Fenstern, versehen mit Botschaften wie „Wir brauchen dringend Entlastung“.

Kölner Grundschulen hissen „Weiße Flagge“ – durch Omikron-Variante beunruhigt

Die in letzter Zeit auch in Köln und NRW verstärkt auftretende Omikron-Variante des Coronavirus beunruhige das Schulpersonal in Köln zusätzlich, schließlich könne niemand mit Gewissheit sagen, wie es an den Kölner Schulen im neuen Jahr weiter ginge. Es bleibt zunächst nur zu hoffen, dass die Grundschulen im Stadtgebiet durch die Aktion die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen – und auch in möglicherweise schwierigen, kommenden Monaten gut durch die Pandemie kommen. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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