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Köln: Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich – „Strömungen unberechenbar“

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Von: Benjamin Stroka

Badegäste genießen das heiße Frühsommerwetter im Wasser des Rheins in Köln-Niehl.
Auch wenn der Rhein aktuell für Abkühlung sorgen kann, ist das Schwimmen dort lebensgefährlich. (Archivbild) © Henning Kaiser/dpa

Immer wieder kommt es zu Badeunfällen im Rhein, die tödlich enden. Die Stadt Köln warnt vor dem Schwimmen im Rhein und gibt Verhaltenstipps für Notfälle.

Köln – Eine extreme Hitzewelle mit hohen Temperaturen bis zu fast 40 Grad macht vielen Menschen in Köln derzeit zu schaffen. Der Wunsch nach einer Abkühlung ist da automatisch groß. Wer im Freibad keinen Platz mehr bekommt oder nicht an einen überfüllten Badesee gehen möchte, für den gibt es mit dem Rhein den vielleicht schönsten Fluss Deutschlands direkt vor der Haustür. Sehr verlockend – aber auch extrem gefährlich, wie die Stadt Köln jetzt wieder betont. Die Stadt warnt „eindringlich vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein“. Und: „Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich“.

Stadt Köln warnt: Strömung im Rhein ist unberechenbar

„Jedes Jahr ertrinken mehrere Menschen im Rhein, weil sie die Gefahren unterschätzen. Bei gefährlichen Strömungen wirkt der Sog so stark, dass er selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer bis auf den Grund zieht. Diese Strömungen sind unberechenbar und meist nicht zu erkennen“, warnt die Stadt eindringlich vor Schwimmausflügen im Rhein. Die Folgen von Schwimmunfällen im Rhein sind häufig Knochenbrüche, Unterkühlung, Herz-Kreislauf-Störungen oder im schlimmsten Fall sogar das Ertrinken.

Selbst relativ weit am Ufer sollte man die Tücken und Gefahren, die der Rhein mit sich bringt, nicht unterschätzen. So können auch Wellen von großen Schiffen zur Falle werden und arglos im Wasser stehende Personen umstoßen und so in die gefährliche Strömung treiben. Durch den Schiffsverkehr können auch Täuschungen im Hinblick auf vermeintliche Ebbe und Flut entstehen.

„Stromaufwärts fahrende Schiffe saugen das Wasser vor ihnen an. In Ufernähe sinkt dann der Wasserpegel. Badende lassen sich durch die kurzfristige ‚Ebbe‘ dazu verleiten, weiter ins Wasser zu gehen. Sobald jedoch das Schiff vorbeigefahren ist, kommt die ‚Flut‘ mit unerwarteter Kraft und reißt selbst Erwachsene in die Hauptströmung“, warnt die Stadt.

Köln: Schwimmen im Rhein – so verhalten Sie sich in Notfällen

Die Stadt Köln hat einige Verhaltenstipps zu Notfällen beim Schwimmen im Rhein veröffentlicht:

Köln: Auch Schwimmen in Baggerseen ist gefährlich

Neben dem Rhein sorgen auch Baggerseen und ähnliche Gewässer immer wieder für Badeunfälle in Köln. Daher warnt die Stadt eindringlich vor dem Schwimmen in solchen Seen. Diese seien meistens in Privatbesitz und eingezäunt. Dadurch sei das Betreten grundsätzlich schon verboten. Aber außerdem sind dort häufig die Uferbereiche nicht gesichert, was das Risiko von schweren oder sogar tödlichen Unfällen nochmal erhöht. Erst Anfang Juni ist ein 13-jähriges Mädchen nach einem Badeunfall im Rather See gestorben.

„Auch in den Gewässern in öffentlichen Grünanlagen, beispielsweise Aachener Weiher, Decksteiner Weiher oder Adenauer Weiher, ist das Baden verboten“, betont ein Sprecher der Stadt. Stattdessen könne man die ausgewiesenen Badeeinrichtungen, etwa die Badebereiche des Fühlinger Sees, Escher Sees oder Vingster Bads nutzen. Dort ist das Baden auf eigene Gefahr erlaubt. Hier gibt es einen Überblick über die schönsten Badeseen in Köln. (bs)

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