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Shisha-Bars in Köln kontrolliert: Zahlreiche Verstöße – ein Café muss sofort dicht machen

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Sichergestellte Tabakdosen in blauen Tüten
Der Kölner Zoll hat bei Kontrollen in Shisha-Bars knapp 300 Tabakdosen sichergestellt. © Hauptzollamt Köln

In Köln wurden in der Nach zu Sonntag Shisha-Bars kontrolliert. Ordnungsdienst und Zoll stellten zahlreiche Mängel fest.

Köln – In einer groß angelegten Kontroll-Aktion statteten Ordnungsamt und Zoll zahlreichen Shisha-Bars im Kölner Stadtgebiet einen Besucht ab. In der Nacht zu Sonntag (5. September) stellten die Ordnungskräfte diverse Mängel fest, wie Stadt und Hauptzollamt am Sonntag berichteten.

Während die knapp 30 eingesetzten Zöllner beispielsweise unversteuerte Ware und Schwarzarbeit kontrollierten, warf der Ordnungsdienst der Stadt Köln unter anderem einen Blick auf korrekte Brandschutzmaßnahmen. Im Zuge der Kontrolle musste eine Bar umgehend dicht machen. „In einem Fall wurde wegen Brandschutzmängeln ein Café im Stadtbezirk Ehrenfeld sofort geschlossen und versiegelt“, teilte die Stadt mit.

Shisha-Bars in Köln: Brandschutzmängel in mehreren Betrieben

Der Betrieb in Ehrenfeld war nicht der einzige, in dem Brandschutzmängel festgestellt wurden. So hätte mehre Betriebe ihre CO-Warngeräte nicht normgemäß erneuert, Feuerlöscher entsprachen nicht der neuen Vorschrift und Lüftungsanlagen wurden bemängelt. Auch baurechtlich habe es Beanstandungen gegeben.

Wegen des Verdachts auf illegales Glückspiel kontrollierte der Ordnungsdienst auch unter diesem Gesichtspunkt. In mehreren Shisha-Bars wurden nach Angaben der Stadt Glücksspielgeräte ohne gültiges Prüfsiegel entdeckt, die sofort abgeschaltet werden mussten und versiegelt wurden.

Kontrolle in Kölner Shisha-Bars: Zoll benutzt Endoskop-Kamera

Im Stadtbezirk Innenstadt weigerte sich ein Bar-Betreiber, die Tür zu öffnen. Die Zollbeamten griffen zu einem besonderen Mittel: Sie setzten eine Endoskop-Kamera ein, um unter einer verschlossenen Stahltür her einen Blick ins Innere eines Lagerraums zu bekommen. Dort wurden mehrere Gefäße und Tüten mit unversteuertem Wasserpfeifentabak entdeckt. „Die hygienischen Zustände in diesem Raum waren bedenklich“, berichtete die Stadt.

„In beinah jeder Bar hatten wir einen Treffer und haben insgesamt fast 300 Tabakdosen sichergestellt. Ein Barbetreiber hatte versucht seinen Tabakvorrat im Keller unter dem Zubehör für Wasserpfeifen zu verstecken“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. Ein Shisha-Bar-Betreiber hatte noch versucht, Ware aus dem Weg zu schaffen. Er wurde er erwischt, als er eine Bar „mit einem Korb voller Tabakdosen schnell durch einen Nebeneingang verlassen wollte.“ Zollfahnder hatten im Juli mehrere Gebäude in Köln, Leverkusen und Troisdorf durchsucht. Dabei stießen sie auch auf 6.000 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak.

Shisha-Bars in Köln kontrolliert: Hinweise auf Schwarzarbeit

Laut Zoll wurden im Rahmen der Kontrollen 25 Mitarbeitende auf mögliche Schwarzarbeit kontrolliert. „Nach bisherigen Erkenntnissen besteht in vier Fällen der Verdacht, dass der Barbetreiber diese nicht oder falsch zur Sozialversicherung gemeldet hat.“ Es gab darüber hinaus bei acht Personen konkrete Hinweise, auf Unterschreitung des aktuellen Mindestlohns von 9,60 Euro. Zum Thema Schwarzarbeit merkt der Zoll-Sprecher an: „Dass wir gestern bei jedem zweiten Beschäftigten Verstöße aufgedeckt haben, macht die Notwendigkeit weiterer Kontrollen deutlich.“ (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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