Kein Feuerwerk für Köln

Feuerwerksverbot wegen Coronavirus – Ist der Silvesterbrauch für Köln zu gefährlich?

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Die Stadt Köln diskutiert ein Feuerwerksverbot für den Silvesterabend. Denn aufgrund von Corona sei das zu gefährlich. (Symbolbild)
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Das Feuerwerk am Silvesterabend steht in Köln auf dem „Prüfstand“. Schuld daran ist das Coronavirus.

  • Die Stadt Köln diskutiert jetzt über ein Feuerwerksverbot
  • Dabei folgt die Stadt dem Vorbild der Niederlande
  • Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen und Einträge ins Strafregister

Köln – Für viele ist das Feuerwerk am Silvesterabend ein absolutes Muss. In wenigen Wochen ist es bereits so weit und der Jahreswechsel samt Feuerwerk und Böller steht bevor. In diesem Jahr freuen sich die Menschen wahrscheinlich besonders, das Jahr zu verabschieden. Da gehört für viele die Knallerei dazu. Die Stadt Köln überlegt jetzt aber, Feuerwerke grundsätzlich zu verbieten, so der Express.

Feuerwerks-Verbot wegen Corona-Pandemie?

Jedes Jahr beginnt die Diskussion um die Feuerwerke erneut. Denn immer wieder soll die Knallerei verboten werden. Die Pyrotechnik sei in den falschen Händen zu gefährlich. Unfälle und schlimme Verletzungen sind keine Einzelfälle. Beim Silvesterfest 2019 in Augsburg explodierte Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe eines 9-Jährigen. In diesem Jahr kommt aber ein entscheidendes Argument dazu. Denn die zusätzlichen Einsätze seien während einer Pandemie ein großes Problem. Schon jetzt habe das Krankenhauspersonal ausreichend mit den Covid-19-Patienten zu tun.

Köln beschäftigt sich mit Silvesterbrauch

Auch die Stadt Köln beschäftigt sich nun mit der Debatte rund um das Thema Feuerwerk. „Dieses Jahr steht vieles auf dem Prüfstand, so auch die Silvesterfeuerwerke“, berichtet Stadtsprecher Alexander Vogel. Als Vorbild für die Diskussion nimmt sich die Stadt Köln die Niederlande. Dort hat die Regierung bereits in der vergangenen Woche ein Feuerwerksverbot beschlossen. „Damit soll zusätzlicher Druck auf bereits überlastete Pflegekräfte vermieden und die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden“, begründet die Regierung, laut dpa. Wer dennoch mit Böllern ins neue Jahr starten möchte, muss mit einer Geldstrafe von 100 Euro und einem Eintrag ins Strafregister rechnen.

„Große Partys können wir uns aus dem Kopf schlagen, soviel ist sicher“

Der Städte- und Gemeindebund NRW ist gegen ein generelles Feuerwerksverbot. Doch auch dort spricht man sich gegen ein traditionelles Silvesterfest mit vielen Feiernden aus. „Natürlich müssen wir in Corona-Zeiten sehr genau hinschauen, was an Silvester möglich ist“, sagte Präsident Roland Schäfer der dpa. Doch auch wenn Partys nicht stattfinden sollen, spricht sich der Städte- und Gemeindebund für den Silvesterbrauch aus. „Große Partys können wir uns aus dem Kopf schlagen,
soviel ist sicher. Aber deswegen sollten wir nicht direkt landesweit das Abbrennen von Feuerwerk verbieten“, so Schäfer weiter. (jw)

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