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Nach Hochwasser in Köln: Was passiert mit meinem Sperrmüll?

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Von: Martin Henning

Sperrmuell auf der Ludolf-Camphausen-Straße in Köln.
Durch das Hochwasser hat sich in Köln viel Sperrmüll angesammelt. © Joko/Imago

Hochwasser in Köln flutete Keller und Wohnungen – und verursachte Sperrmüll. Wohin mit dem Müll? Die AWB fährt zusätzliche Touren, Wertstoffcenter öffnen länger.

Köln – Das Hochwasser in der vergangenen Woche wurde für alle Kölnerinnen und Kölner zur Belastungsprobe. Straßenzüge und Haltestellen in Köln waren teils meterhoch geflutet, in der gesamten Stadt kam es wegen des Unwetters zu Stromausfällen, die Deutsche Bahn verzeichnet viele Verspätungen und Ausfälle.

Hart traf es auch die Wohnungs- und Hausbesitzer: Viele Keller in Köln liefen voll. Wer sein Hab und Gut nicht rechtzeitig in Sicherheit brachte, erlebte eine böse Überraschung. Besitztümer, die vom Wasser erfasst wurden, sind in den meisten Fällen nur noch Sperrmüll. Doch was tun mit Sofa und Co., wenn sie durch Wasserschäden im Haus nicht mehr zu gebrauchen sind?

Hochwasser in Köln: AWB fährt zusätzliche Touren für Sperrmüll

Die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) haben angekündigt, in Köln zusätzliches Personal einzusetzen und auf Fahrzeugreserven für Sondereinsätze zurückzugreifen, um den betroffenen Kölnerinnen und Kölnern schneller bei der Entsorgung zu helfen. Das soll vorrangig geschehen. „Die AWB bittet in dieser Ausnahmesituation um Verständnis für diese Priorisierung“, heißt es.

Das Entsorgungsunternehmen fährt bei seinen Sondereinsätzen in die Stadtviertel, die besonders viele Schäden durch das Hochwasser in Köln erlitten haben:

Bei Bedarf werden die Sondereinsätze in der kommenden Woche für weitere Stadtviertel ausgeweitet.

Köln: Sperrmüll-Termine werden trotz Hochwasser-Notlage eingehalten

Übrigens: Trotz der Mehrbelastung können sich alle Kunden, die einen Sperrmüll-Termin angemeldet haben, auch darauf verlassen, dass dieser eingehalten wird, sagt AWB-Sprecherin Cordula Beckmann. „Viele Kollegen, die gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, haben sich bereiterklärt, mitzuhelfen.“

Köln: Wertstoffventer länger geöffnet

Wer seinen Sperrmüll selbst entsorgen möchte, kann das bei den beiden Wertstoffcentern der AWB auf der Butzweilerstraße 50 (Ossendorf) und auf der August-Horch-Straße 3 (Gremberghoven) tun. Sie sind montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

An den beiden kommenden Samstagen (24. und 31. Juli) kann der Sperrmüll von 8 bis 18 Uhr anstatt sonst bis 16 Uhr angeliefert werden.

„Wir bitten aber alle nicht vom Hochwasser betroffenen Kunden, insbesondere die Grünschnitt Anliefernden darum, den Besuch auf der Anlage auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, betont die AWB-Sprecherin. (mah)

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