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Köln: Stadt erlaubt Gebetsruf der Moscheen – unter bestimmten Auflagen

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Die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld ist am Morgen beleuchtet, dahinter ist der Kölner Colonius zu sehen
In Köln dürfen Moscheen künftig ihre Gläubigen zum Gebet rufen (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

In Köln dürfen Moscheen ihre Gläubigen zum Gebet rufen. Doch für den Ruf des Muezzins gelten besondere Regeln. Die Stadt erlaubt das nur unter besonderen Auflagen.

Köln – Wer in Köln unterwegs ist, könnte bald an Freitagen mancherorts den Ruf des Muezzins vernehmen. Moscheegemeinden können nun ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen. „Unter Auflagen können die Moscheegemeinden, die dies wünschen, ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen“, so die Stadt Köln.

Ruf des Muezzins

Während in christlichen Kirchen die Glocken geläutet werden, um die Gläubigen zum gemeinsamen Gottesdienst zu rufen, sind es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins. Besonders wichtig im Islam ist dabei das Freitagsgebet.

Köln: Stadt erlaubt Gebetsruf der Moscheen – Modell für die nächsten zwei Jahre

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wertete das Vorhaben als „Zeichen der gegenseitigen Akzeptanz der Religion“ und als „Bekenntnis zur grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit“. Darum verteidigt Reker das Projekt „Muezzin-Ruf in Köln“ auch weiterhin.

Geplant ist das Projekt für zwei Jahre. „Das Projekt wird durch die Verwaltung eng begleitet“, so die Stadt. Danach „werden die Stadt und die beteiligten Moscheegemeinden gemeinsam ihre Erfahrungen auswerten, um auf dieser Basis zu entscheiden, ob die neue Regelung beibehalten werden kann.“

Köln erlaubt Gebetsruf der Moscheen – Reker: Das „zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt wird“

Muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger seien ein „fester Teil der Kölner Stadtgesellschaft“, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Wer das anzweifelt, stellt die Kölner Identität und unser friedliches Zusammenleben infrage“, so Reker. „Wenn wir in unserer Stadt neben dem Kirchengeläut auch den Ruf des Muezzins hören, zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt und gelebt wird.“

Köln erlaubt Gebetsruf der Moscheen – unter bestimmten Auflagen

Zu den Auflagen gehört, dass der Gebetsruf nicht länger als fünf Minuten dauert. Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird. Jede Gemeinde muss zudem einen Ansprechpartner benennen, der Fragen aus der Nachbarschaft beantwortet und mögliche Beschwerden entgegennimmt. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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