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„Stadt Köln“, „Niehl I“ und „Godorf“ schippern jetzt über den Rhein

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Von: Nina Büchs

Ein Schiff mit dem Namen „Stadt Köln“ liegt in Rotterdam an.
Die „Stadt Köln“ liegt im Maashafen in Rotterdam an. © HGK Shipping

Auf dem Rhein sind nun drei „kölsche Frachter“ unterwegs. Bislang trugen sie jedoch südafrikanische Städtenamen, bevor die HGK Shipping die Schiffe umbenennen ließ.

Köln – Bislang schipperten die Schiffe „Kapstadt“, „Richards Bay“ und „Durban“ über den Rhein und an den Kranhäusern in Köln vorbei. Nun haben die drei Frachter neue Namen bekommen. Das hat es mit der Umbenennung durch das Unternehmen „Häfen und Güterverkehr Köln Shipping“ auf sich.

Köln: Schiffe werden umbenannt – das steckt hinter der Namensänderung

„Seit Sommer 2020 ist die HGK Shipping fester Bestandteil der HGK-Gruppe. Um die Verbundenheit mit der Häfen und Güterverkehr Köln AG auch symbolisch zu unterstreichen, hat das Unternehmen HGK Shipping jetzt drei Binnenschiffe neu benannt und dem Heimathafen Köln zugeordnet“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Künftig befahren also die drei Schiffe „Stadt Köln“, „Niehl I“ und „Godorf“ den Rhein, das westdeutsche Kanalnetz und die Benelux-Wasserstraßen. „Die Namensgebung hat bei uns eine gewisse Tradition. Bisher trugen die drei Schiffe südafrikanische Städtenamen, um die Zugehörigkeit zu unserem früheren Shareholder zu verdeutlichen. Nun machen wir durch die neuen Namen die Verbundenheit mit unserer Mutter und damit auch zu der Stadt Köln deutlich“, erklärt Steffen Bauer, CEO der HGK Shipping, die Beweggründe.

HGK Shipping ist ein Tochterunternehmen der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK). Laut der Website des Unternehmens verfügt HGK Shipping über einen Flottenbestand von mehr als 300 eigenen und gecharterten Binnenschiffen. Darauf werden pro Jahr etwa 35 Millionen Tonnen Fracht befördert. Die Flotten sind hauptsächlich auf dem Rhein aber auch auf den Nebenflüssen und dem angeschlossenen Kanalsystem unterwegs. So werden die Industrieregionen in den Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland miteinander verbunden.

Übrigens: Neben den drei „frisch gebackenen, kölschen Frachtern“ sind ab Juni auf dem Rhein voraussichtlich auch wieder Ausflugsschiffe unterwegs. Das sagte Nicole Becker, Unternehmenssprecherin der Schifffahrtsgesellschaft Köln-Düsseldorf.

HGK Shipping will Verbundenheit zu Köln symbolisch verdeutlichen und benennt Schiffe um

„So wurde aus der ‚Richards Bay‘ die ‚Stadt Köln‘, die ‚Kapstadt‘ erhielt den Namen ‚Godorf‘ und die bisherige ‚Durban‘ wurde in ‚Niehl I‘ umgetauft. Alle drei Schiffe befinden sich im Eigentum der HGK Shipping und sind bereits in den neuen Farben rot und weiß lackiert“, heißt es weiter.

Ein Schiff mit dem Namen „Stadt Köln“ liegt im Hafen in Rotterdam an.
Der Frachter der HGK Shipping erstrahlt in neuer Farbe – und hat nun sogar einen neuen Namen. © HGK Shipping

Die Frachter „Niehl I“ und „Godorf“ sind jeweils 85 Meter lang und 9,50 Meter breit. Etwa 1400 Tonnen Ladung können auf den beiden Schiffen transportiert werden. Etwas größer ist dagegen die „Stadt Köln“. Sie misst 100 mal 11 Meter und kann bis zu 2.000 Tonnen Fracht befördern.

Die neuen Bezeichnungen wurden nun im jeweiligen Schiffsregister angemeldet. Sollte es Schiffe mit ähnlichen Namen geben, muss sich die HGK Shipping allerdings nicht nochmal einen neuen Namen überlegen. Denn auch bei Namensgleichheit mit anderen Fahrzeugen sei eine Identifizierung möglich, heißt es weiter. Die HGK AG hat die Initiative zur Namensumbenennung übrigens mit Begeisterung aufgenommen. „Wir freuen uns sehr über die Initiative der HGK Shipping. Das zeugt davon, dass die Schiffe, das Unternehmen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im richtigen Hafen angekommen sind“, so Uwe Wedig, Vorstandsvorsitzender der HGK AG. (nb)

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