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Köln trocknet aus: Wie jeder den Bäumen vor dem eigenen Haus helfen kann

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Von: Johanna Werning

Ein Baum mit einem gefüllten Wassersack steht an einer Straße in Düsseldorf.
Mit sogenannten Wassersäcken sollen Bäume im Sommer vor dem Austrocknen geschützt werden (Archivbild) © Michael Gstettenbauer/Imago

Mit Wassersäcken sollen Bäume in Köln vor Hitze und Austrocknung im Sommer geschützt sein. Dafür verteilt die Stadt die Säcke an freiwillige Bürger.

Köln – Immer häufiger entdeckt man im Sommer in Köln große Plastikplanen, die Bäume umwickeln. Schaut man sich die Konstruktion näher an, fällt auf, dass der Sack meistens mit Wasser gefüllt ist. Dabei haben diese Wassersäcke eine wichtige Aufgabe. Denn immer mehr Bäume vertrocknen während des Sommers. Und genau davor sollen die Plastikvorrichtungen schützen. „Damit sollen bei länger anhaltenden Trockenperioden die städtischen Straßenbäume bewässert werden“, erklärt die Stadt.

Köln trocknet aus – jeder kann Bäumen vor dem Haus helfen

Die Wassersäcke werden dafür am Baumstamm fixiert und geben dann tröpfchenweise ihr Wasser ab. Da die Tropfen direkt zu den Wurzeln des Baums gelangen, bleiben die Bäume auch trotz Hitze und Trockenheit erhalten. Vor allem junge Bäume können so vor dem Austrocknen gerettet werden.

Dabei können nun auch die Kölnerinnen und Kölner helfen. Das Amt für Landschaftspflege und Grünfläche verteilt kostenfreie Wassersäcke an interessiert Bürgerinnen und Bürger. Am Donnerstag, 17. März, können die Wassersäcke in der Magistrale des Stadthauses Deutz (Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln-Innenstadt) abgeholt werden. Von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr. Allerdings gibt es nur „eine begrenzte Stückzahl an Wassersäcken“.

Den Baum, um den man sich kümmern will, kann man sich vorab selbst aussuchen. Allerdings muss man dem Landschaftsamt mitteilen, wo genau der Baum steht.

Köln: Welche Bäume sollten im Sommer zusätzlich gegossen werden?

Aber welche Bäume im Kölner Stadtgebiet benötigen im Sommer eine zusätzliche Wässerung? Grundsätzlich sollen die Wassersäcke jungen Bäumen schützen. Jungbäume sind dabei Bäume „mit einem Stammumfang von bis zu 40 Zentimeter, gemessen in einem Meter Höhe“. Denn hier reichen die Wurzeln noch nicht tief genug, um selbst genug Wasser zu bekommen.

Aber auch „Bäume auf schwierigen Untergründen, wie Tiefgaragen, Stadtbahntunnel oder in Pflanztrögen“ könnten im Sommer zu wenig Wasser bekommen und sollten darum zusätzlich gegossen werden, so die Stadt weiter.

Köln: Bäume im Sommer schützen – so wird der Wassersack angewendet

Damit der Wassersack den Baum mit Wasser versorgt, wird der Sack um den Stamm gelegt, mit dem Reißverschluss fixiert und anschließend mit Wasser gefüllt. „Je nach Stammdicke fasst der Wassersack 50 bis 75 Liter“, erklärt die Stadt. Bis das Wasser dann abtropft, dauert es zwischen drei und acht Stunden. Dennoch muss der Wassersack nicht täglich befüllt werden.

„Eine große Wassergabe ist sinnvoller als tägliche kleine Gaben.“ Konkret heißt das, dass im Schnitt alle zwei Wochen der Sack komplett mit Wasser gefüllt werden sollte. Falls es allerdings sehr heiß ist, sollte man etwas häufiger gießen. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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