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Köln bietet Notschlafstelle für Studierende, die keine Wohnung gefunden haben

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Von: Nina Büchs

Studenten verfolgen am 09.10.2017 im Hörsaal im Hauptgebäude der Universität zu Köln in Köln (Nordrhein-Westfalen) die Erstsemesterbegrüßung.
Jedes Jahr zu Semesterbeginn sind die Hörsäle in Köln voll. Doch für die vielen Studierenden gibt es oft nicht genügend Wohnraum – sie müssen zeitweise in Notschlafstellen unterkommen. (Archivbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Auch in Köln hat das Wintersemester begonnen – viele Studierende haben aber noch keine Unterkunft. Für sie wurden Notschlafstellen eingerichtet.

Köln – Für viele junge Menschen beginnt mit dem Studium eine aufregende Zeit: Neue Stadt, neue Leute, neue Wohnung oder WG. Zumindest letzteres wird aber für viele immer wieder zur Geduldsprobe. Denn der Wohnungsmarkt in Köln ist hart umkämpft und die Mieten häufig alles andere als günstig. Manchen Studenten bleiben daher nur die Notschlafstellen als letzter Ausweg, um nicht obdachlos zu werden. Auch in diesem Jahr soll es für Studierende wieder die Möglichkeit geben, dort übergangsweise unterzukommen.

Köln: Notschlafstellen für Studierende – hier können sie bis Ende November unterkommen

„Das Angebot richtet sich an Studierende, die kurzfristig keine entsprechende Unterkunft mehr in Köln finden“, so die Stadt Köln. In diesem Jahr steht den Studierenden dafür eine Immobilie an der Neusser Landstraße zur Verfügung. Dazu gehören mehrere Zimmer im Erd- und im Obergeschoss sowie Gemeinschaftsküchen und Gemeinschaftssanitäranlagen. Die Unterkunft wird auch mit WLAN ausgestattet.

Bis voraussichtlich Ende November soll den Betroffenen dann die Notschlafstelle, die von der Stadt Köln gemeinsam mit der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) eingerichtet wurde, zur Verfügung stehen. Wer dort übernachtet, erhält für diesen kurzen Zeitraum keinen Mietvertrag. Auch die anfallenden Betriebskosten werden übernommen, aufkommen wird dafür die AStA. Die Stelle ist auch für die Verteilung der Zimmer und sonstiger Einrichtung an Studierende zuständig. Wer noch eine Unterkunft braucht, kann sich dort per E-Mail an notschlafstelle@asta.uni-koeln.de melden.

Wohnungsnot in Köln: Studierende müssen Corona-Regeln beachten

Notschlafstellen sind in Köln übrigens nicht neu. Denn das Angebot gibt es schon seit mehreren Jahren, immer zum Start des Wintersemesters. In diesem Jahr gilt wegen Corona aber eine besondere Regel – so müssen Studierende, die dort unterkommen, geimpft, genesen oder getestet sein. Entsprechende Nachweise werden überprüft. (nb)Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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