1. 24RHEIN
  2. Köln

Grünen-Politiker Sven Lehmann aus Köln wird erster Queer-Beauftragter der Bundesregierung

Erstellt:

Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, schaut nach einer Pressekonferenz in die Kamera des Fotografen.
Der Grünen-Politiker aus Köln, Sven Lehmann, wird sich für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt einsetzen. (Archivbild) © Christoph Soeder/dpa

Die Bundesregierung hat den Grünen-Politiker Sven Lehmann aus Köln zu Deutschlands erstem Queer-Beauftragten berufen.

Berlin – Der Grünen-Politiker Sven Lehmann aus Köln ist Deutschlands erster Queer-Beauftragter der Bundesregierung. Er wird sich künftig um die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Bundesregierung kümmern. Dieses Amt hat die Bundesregierung neu geschaffen, Lehmanns Ernennung gab Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin bekannt. Der 42-jährige Sozialpolitiker Lehmann ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium und sitzt für den Wahlkreis Köln II im Bundestag.

Grünen-Politiker Sven Lehmann aus Köln: Queer-Beauftragter der Bundesregierung

„Jeder Mensch soll frei, sicher und gleichberechtigt leben können“, sagte Lehmann. Ausgehend vom Leitgedanken der Selbstbestimmung werde die neue Bundesregierung „eine progressive Queerpolitik betreiben und auch die Familienpolitik an der gesellschaftlichen Realität unterschiedlicher Familienformen ausrichten“.

Sven Lehmann: Der Politiker aus Köln wurde bereits für seinen Einsatz für die LGBTQ*-Gesellschaft geehrt

Sven Lehmann ist mit dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Grünen NRW-Landtagsfraktion Arndt Klocke zusammen. Schwerpunkte in seiner politischen Arbeit sind die Sozial-Queer- und Kinderpolitik. Von der Aidshilfe Köln und dem schwulen Gesundheitszentrum Checkpoint wurde der Politiker bereits für seinen Einsatz für die LGBTQ*-Gesellschaft geehrt. Zudem ist Lehmann Mitglied in mehreren Vereinen, Verbänden und Initiativen – dazu zählt unter anderem der Lesben- und Schwulenverband Deutschland, amnesty international und Heimatlos in Köln e.V.

„Der Schutz von Menschen aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität muss im Grundgesetz sichergestellt und die Grundrechte von trans-, inter- und nicht binären Menschen müssen endlich vollständig durchgesetzt werden“, sagte Lehmann. „Wir brauchen zudem eine breit angelegte Strategie zur Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – darunter explizit der Queerfeindlichkeit.“

Sven Lehmann aus Köln: „Deutschland soll Vorreiter beim Kampf gegen Diskriminierung werden“

Dazu werde er gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium einen nationalen Aktionsplan für die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg bringen, sagte Lehmann. Dieses Vorhaben hatten SPD, Grüne und FDP schon im Koalitionsvertrag angekündigt. „Deutschland soll zum Vorreiter beim Kampf gegen Diskriminierung werden.“

Lehmann ist seit 1999 Mitglied der Grünen und seit 2017 Abgeordneter im Bundestag. Von 2018 bis 2021 war er Sprecher für Queer- und Sozialpolitik seiner Fraktion.

Grünen-Politiker Sven Lehmann aus Köln wird Queer-Beauftragter – das ist über ihn bekannt

(nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant