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Polizei warnt: Seit Juni mehr Taschendiebe in Köln unterwegs – das steckt dahinter

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Von: Nina Büchs

 Das Foto zeigt eine gestellte Taschendieb-Aktion am 21.08.2014 in Dresden.
Auch zum Start der Weihnachtsmärkte kann es wieder häufiger zu Taschendiebstählen kommen (Symbolbild). © Arno Burgi/dpa

In Köln hat die Zahl der Taschendiebstähle seit Juni enorm zugenommen. Was dahinter steckt und wie man sich dagegen schützen kann.

Köln – Einmal nicht aufgepasst und schon ist die Geldbörse weg – eine solch unschöne Erfahrung hat wohl schon so mancher gemacht. Vor allem bei Veranstaltungen wie Konzerten, Weihnachtsmärkten, Messen oder dort, wo Menschen dicht gedrängt beieinander stehen, kann ein Taschendieb schnell und unbemerkt zuschlagen. Seit Juni sind nun sogar wieder häufiger Taschendiebe in Köln unterwegs, warnt die Polizei. Doch was steckt dahinter?

Köln: Taschendiebstähle haben seit Juni enorm zugenommen – das ist der Grund

Während des Lockdowns seien die Taschendiebstähle gesunken, so Philipp Hüwe, Sprecher der Kölner Polizei gegenüber 24RHEIN. So wurden im Jahr 2019 in Köln noch circa 5000 Taschendiebstähle erfasst, im Jahr darauf waren es nur knapp 4200. Doch seit Juni 2021 sind nun wieder vermehrt Taschendiebe im Umlauf, warnt er. Schuld daran seien die Corona-Lockerungen, so Hüwe.

So wurden in den Monaten Juni bis September 2021 wieder mehr Strafanzeigen erfasst als in den Vergleichsmonaten beider Vorjahre. „Von Juni bis September 2021 wurden im Durchschnitt etwa 400 Taschendiebstähle pro Monat erfasst. Damit liegen wir leicht über dem Vorjahr“, sagt Hüwe.

Der Anstieg der Taschendiebstähle lässt sich laut Hüwe ganz einfach erklären. Denn da durch die Corona-Lockerungen wieder Veranstaltungen, Sportevents und Feiern stattfinden konnten und auch wieder mehr Personen daran teilnahmen, gab es für Taschendiebe so auch wieder mehr Tatgelegenheiten. Es sei nun umso wichtiger, dass Menschen wieder in der Öffentlichkeit bewusster auf ihre Wertgegenstände achten, so Hüwe.

Polizei warnt vor Taschendieben: So können Sie sich schützen

Um kein Opfer von Taschendieben zu werden, sollten Wertgegenstände nicht öffentlich sichtbar und nah am Körper getragen werden.

Köln: Taschendiebe wieder vermehrt auf Beutezug – hier schlagen sie besonders häufig zu

2019 und 2020 seien fast 50 Prozent aller angezeigten Taschendiebstähle in der Innenstadt passiert, so Hüwe. So wurden die meisten Delikte in den Zeiträumen 2019, 2020 und Januar bis September 2021 in den Stadtteilen Altstadt-Nord und Altstadt-Süd begangen. Auch hierfür gebe es einen plausiblen Grund. So findet ein Großteil der Veranstaltungen mit großem Besucheraufkommen wie zum Beispiel Karneval, Silvester oder die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt statt. „Ebenso ist das Personenaufkommen durch Gaststätten, Diskotheken und Geschäfte in der Kölner Innenstadt besonders hoch und bietet damit vermehrte Tatgelegenheiten für Taschendiebe“, erklärt Hüwe.

Die wenigsten Taschendiebstähle gäbe es dagegen in den Bezirken der Polizeiinspektion 2 – also zum Beispiel in Sülz, Klettenberg, Lindenthal.

Weihnachtsmärkte in Köln: Polizei warnt vor Taschendiebstählen

In wenigen Wochen öffnen die ersten Weihnachtsmärkte in Köln – so zum Beispiel der Kölner Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum, der Markt der Engel am Neumarkt oder das Nikolausdorf am Rudolfplatz. Wer dort hingeht, um mit Freunden einen Glühwein zu trinken, sollte gut auf seine Tasche und seine Wertsachen achtgeben. Denn grundsätzlich sei mit einer Zunahme von Taschendiebstählen zu rechnen, wenn die Weihnachtsmärkte in Köln öffnen, warnt Hüwe.

„Allerdings wird dies von weiteren Voraussetzungen abhängig sein, wie zum Beispiel die Durchführung von Einlasskontrollen, die Begrenzung der Besucherzahl oder der Anreise ausländischer Besuchergruppen“, so der Polizeisprecher weiter.

Köln: Verdeckte Ermittler im Einsatz gegen Taschendiebe

Um Taschendiebe zu stoppen, seien auch verdeckte Ermittler vor Ort in Zivilkleidung im Einsatz. Zuletzt konnten verdeckte Ermittler zum Beispiel drei mutmaßliche Taschendiebe auf der Messe „Anuga“ in Deutz noch vor Ort schnappen. In Köln gibt es laut Hüwe außerdem ein Kommissariat, dass sich nur mit Taschendiebstählen beschäftige. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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