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Ukraine-Krieg: Köln schickt Lebensmittel und Medikamente nach Kiew

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Von: Johanna Werning

Henriette Reker (parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln, steht zwischen Paletten mit Hilfsgütern, die in die Ukraine geschickt werden.
Köln schickt 120 Paletten mit Hilfsgütern nach Kiew © Oliver Berg/dpa

Nach einer Mail von Vitali Klitschko an Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, sind nun 120 Paletten voller Spenden auf dem Weg in die Ukraine.

Köln – Knapp zwei Wochen sind vergangen, seitdem der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko Köln eine Liste mit benötigten Hilfsgütern geschickt hat. Nun kann Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker endlich ihr Versprechen einlösen. Am Donnerstag (31. März) wurden 120 Paletten mit Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente von Köln nach Kiew geschickt. Doch das war alles andere als leicht, wie Reker erklärt.

Nach Klitschko-Bitte an Reker: Köln schickt 120 Paletten Spendenmittel nach Kiew

Dabei hat die 65-Jährige selbst ihre Hilfe angeboten. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar hatte sie ihm in einem Schreiben ihre Anteilnahme ausgedrückt und Hilfe angeboten. Vor zwei Wochen kam dann die Antwort aus Kiew. Klitschko schickte per Mail eine Liste mit dringend benötigten Hilfsgütern. „Wir haben uns die dann angeguckt und gesagt, wie kriegen wir das denn jetzt zusammen?“, erklärt Reker.

Das Problem: Viele Kölner Unternehmen und Einrichtungen haben bereits über andere Aktionen Spenden geleistet und sich bei der Ukraine-Hilfe engagiert, auch das Bootshaus hat zum Beispiel eine eigene Spendenaktion gestartet. Doch Reker wollte ihr Versprechen halten. „Darum haben wir versucht, Nischen zu aktivieren“, so die Oberbürgermeisterin weiter. Unter anderem habe ihr Team gezielt etwas unbekanntere Firmen angerufen und um Unterstützung gebeten.

Mit Erfolg: Das Ergebnis sei überwältigend, freut sich die Kölnerin: Vier Lastwagenladungen voller Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente kamen zusammen. Die insgesamt 120 Paletten werden nun zu einer Sammelstelle der Deutschen Bahn gebracht und dann mit einem Cargozug an die polnisch-ukrainische Grenze transportiert.

Ukraine-Krieg: Spendenmöglichkeiten in Köln

Mehrere Vereine und Organisationen haben verschiedene Spendenmöglichkeiten für die Menschen in der Ukraine und für diejenigen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind und in Köln angekommen sind, ins Leben gerufen. Der Überblick mit den Spendenmöglichkeiten in Köln.

Spenden für Ukraine: Nach Bitte von Klitschko – „Köln hat geliefert“

Auf Twitter teilt die Oberbürgermeisterin mehrere Fotos von der Spendenübergabe und bedankt sich bei den beteiligten Unternehmen: „Vitali Klitschko hat Köln um Hilfsgüter gebeten, und Köln hat geliefert. Ich bedanke mich sehr bei Unternehmen wie Karadag, Lindt, dem Stadtwerkekonzern, der HGK und vielen anderen, die das möglich gemacht haben! 120 Paletten haben sich heute auf den Weg nach Kiew gemacht.“

„Ich wünsche mir, dass die Güter da ankommen, wo sie hinsollen und wirklich gebraucht werden, um dort das schlimmste Leid erstmal zu mildern“, betont Reker. (jw mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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